CSR und Kultur – Corporate Cultural Responsibility als Erfolgsfaktor in Ihrem Unternehmen



CSR und Kultur – Corporate Cultural Responsibility als Erfolgsfaktor in Ihrem Unternehmen
Springer Gabler, 2015, ISBN 978-3-662-47759-5

erschienen in der “Management-Reihe Corporate Social Responsibility”, ISSN: 2197-4322

Corporate Cultural Responsibility (CCR) meint die Verantwortung von Unternehmen gegenüber Kultur. Dieses Buch zeigt in einer Sammlung von hochkarätigen Beiträgen wie beide Seiten gewinnbringend Potentiale der CCR nutzen können. Wissenschaftliche Artikel liefern einen theoretischen Rahmen für die CCR und erläutern deren Grundlagen. Beispielgebende Business Cases zeigen wie CCR erfolgreich implementiert werden kann. Damit eignet sich das Buch als wertvolle Informations- und Inspirationsquelle für die erfolgreiche Nutzung von CCR-Maßnahmen und wendet sich dabei an Unternehmen die Kunst und Kultur als Ressource nutzen möchten.

Ruediger John:
Praxis: Kritisches, ästhetisches Arbeiten im Kontext von Wirtschaft und Wissenschaft

http://www.springer.com/de/book/9783662477588
http://d-nb.info/1080431527

Wissenschaftsmagazin der Zeppelin Universität erhält fünf Auszeichnungen



Wissenschaftsmagazin der Zeppelin Universität erhält fünf Auszeichnungen

Ruediger John, auf - Magazin fuer Zwischenfragen, Zeppelin Universitaet, Friedrichshafen, http://artrelated.net/ruediger_john

Ruediger John, auf – Magazin fuer Zwischenfragen, Zeppelin Universitaet, Friedrichshafen


Friedrichshafen. Das „Magazin für Zwischenfragen“ der Zeppelin Universität (ZU) mit dem Titel „auf“ ist 2013 gleich fünffach ausgezeichnet worden. Das Wissenschaftsmagazin der ZU berichtet themenbezogen über Ergebnisse aus der eigenen Forschung mit besonderer gesellschaftlicher Relevanz und wird deutschlandweit vertrieben. Besonders daran ist, dass jedes Heft von Künstlern mit Interventionen begleitet wird.

So erhielt das Magazin den „Award in Silber“ im deutschlandweiten Wettbewerb „Best of Corporate Publishing“ im Bereich „Non-Profit/Verbände/Institutionen“, ausgerichtet vom Forum Corporate Publishing e.V. Einen „Award in Bronze“ verlieh in der Kategorie „Unternehmenspublikationen“ im Wettbewerb „Gute Gestaltung 14“ der Deutsche Designer Club. Hinzu kam die Auszeichnung in der Kategorie „Konzeption“ als beispielhafte Leistung aus dem Kommunikationssegment der Business-Publications in dem international ausgeschriebenen Wettbewerb um die „45. Berliner Type“. Und das Chicago Athenaeum, Museum of Architecture and Design, verlieh dem Magazin den Preis „Good Design 2013“. Nominiert ist das Heft außerdem für den „German Design Award 2014“.

„Der Anspruch des Magazins, eine Spannung zwischen anregenden wissenschaftlichen Veröffentlichungen und irritierenden künstlerischen Arbeiten zu erzeugen, war von Beginn an eine Herausforderung für eine ästhetisch eigenständige Wissenschaftskommunikation“, sagen die beiden Herausgeber ZU-Präsident Prof. Dr. Stephan A. Jansen und -Vizepräsident Tim Göbel zu den Auszeichnungen, „und deshalb sind die zahlreichen Anerkennungen Ansporn für die ZU und die beteiligten Künstler, die sich der anderen Sichtbarkeit von Wissenschaft widmen.“

Das „Magazin für Zwischenfragen“ erscheint seit Herbst 2011 in bisher fünf Ausgaben. Es beinhaltet eine Mischung aus intelligent trivialisierten Originalbeiträgen von Wissenschaftlern der ZU und ihres Netzwerkes sowie journalistisch aufbereiteten Beiträgen und Interviews über deren Forschung.

Die erste Ausgabe des monothematischen Magazins befasste sich mit dem Thema „Macht und Mitsprache“ und hatte – wie alle weiteren folgenden – zum Ziel, Debatten und neue Perspektiven auf alte Themen zu eröffnen und zum Nachdenken und Vormachen anzuregen. Die zweite Ausgabe widmete sich dem Thema „Positive Distanz“ – es ging um den Mythos der Nähe und mögliche Distanzgewinne sowie um Grenzen der Grenzüberschreitung. Die dritte Ausgabe rückte „Bürger. Macht. Staat.“ in den Blickpunkt. Sie befasste sich mit Protest, Partizipation, Organisation und Kommunikation sozialer Innovationen zwischen Bürgern und Staat. Um „Stabile Fragilität. Fragile Stabilität“ ging es im vierten Heft. Und das fünfte Heft „Was tun? Was tun! Wie Wissenschaft wirkt“ spiegelte zehn besonders wirkungsmächtige und folgenreiche Beiträge aus zehn Jahren ZU-Forschung. Das nunmehr sechste Heft wird im kommenden Frühjahr erscheinen. Sein Thema lautet: „Die Bildung der Bildung“.

Die Hefte 1 bis 3 enthalten künstlerische Interventionen des österreichischen Künstlers Ruediger John und die Hefte 4 und 5 der kanadischen Künstlerin Patricia Reed. Die kommende Ausgabe wird der deutsche Künstler Christof Salzmann begleiten, auch bei dieser Ausgabe wieder in enger Zusammenarbeit mit dem ZU-Kommunikationsdesigner Philipp N. Hertel, der als Projektleiter und Art-Director des Magazins verantwortlich zeichnet. Die Arbeiten der Künstler sind fester Bestandteil des Heft-Konzeptes, das von Ruediger John mitentwickelt wurde. „Konzeption des Magazins ist es auch, eine künstlerische Mitwirkung als Forschungsbeitrag und Kommentierung der Themen zu integrieren“, erläutert John. „Die visuellen künstlerischen Elemente im Magazin haben als solche den Auftrag, ein kritischer ästhetischer Beitrag zu diesem zu sein – eben nicht einfach Illustrationen oder Ornamente. So werden den wissenschaftlichen Forschungsbeiträgen die künstlerischen als Erkenntnisarbeit ebenbürtig gestellt.“

http://www.zu.de/deutsch/aktuelles_presse/aktuelles/2013_12_20_49411622_meldung.php

Concept and Creation of Magazine “Magazin fuer Zwischenfragen” for Zeppelin University



Dear colleagues, associates, friends,

I just wanted to keep you updated on some of the things we have been working on.

Recently the Zeppelin University released the third issue of the magazine “auf – Magazin fuer Zwischenfragen” – a bi-annual publication combining scientific texts and findings with artistic and aesthetic interventions.

Zeppelin University asked me some time ago to help to start a publication geared towards the scientific community and an affiliated broader audience.
So I created an artistic concept and editorial profile that includes persistent editorial elements (such as a set of interposed questions) as well as visual/aesthetic interventions for each issue by an artist. These are not intended to illustrate or ornament the publication but rather create a critically independent layer within it – associating and commenting on the topics discussed and presented.

If you would like to know more, there is a short interview on the concept here http://artrelated.net/ruediger_john/magazine-as-an-artistic-experiment.html – a more thorough evaluation of the project will be published in a couple of weeks.

For the initial three issues I created the artistic elements as well as served as the Creative Director and will continue to be part of the project as an Artistic Consultant while the magazine continues to develop along the lines of the concept.

The first and second issues are online on Scribd
auf#1: http://www.scribd.com/doc/109338383/
auf#2: http://www.scribd.com/doc/109339167/
in case you are interested.

For the latest issue which is available here http://www.zu.de/auf-magazin/ I acted as a quasi-Luddite intervening into the printing process by literally opening the machine to make manual adjustments to it. This changed the printing process in a way that created unique copies of the magazine.
There is a short article about that here http://www.zu-daily.de/daily/eng/breaking-the-patterns.php and some more images here http://artrelated.net/ruediger_john/citizen-power-state.html

Let me know what you think.

P.S. Of course we have been working on a lot more:
E.g. helping to create a syllabus to train teachers how to employ aesthetics-based learning styles for students in the G/T program.
Conducting a seminar and exploration (like every term but each time with a different angle) for MBA students (fourth and fifth semester at different universities) on aesthetic research and intervention art.
And so on … I’ll keep you posted … and if you happen to work in a similar field or adjacent type of project, of course I’d be interested to hear about it.

Thema „Bürger.Macht.Staat?“: Neue Ausgabe des Forschungsmagazins „auf“ der Zeppelin Universität erschienen



Thema „Bürger.Macht.Staat?“: Neue Ausgabe des Forschungsmagazins „auf“ der Zeppelin Universität erschienen

Friedrichshafen. Die Zeppelin Universität (ZU) hat die dritte Ausgabe ihres Magazins „auf“ herausgegeben. Das Thema des aktuellen Heftes ist „Bürger.Macht.Staat?“. „auf“ steht für „Antworten und Fragen“ und berichtet zweimal im Jahr über Forschungsprojekte und -ergebnisse der ZU.

„Die dritte Ausgabe von ,auf‘ beschäftigt sich mit den neuen Formen der bürger- und zivilgesellschaftlichen Teilhabe und Teilnahme von Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft“, sagt ZU-Präsident und „auf“-Herausgeber Professor Dr. Stephan A. Jansen in seinem Editorial des „Mediums für Zwischenfragen der Zeppelin Universität“. „Sie stellt die Frage nach den Ursprüngen, Ausprägungen und Folgen einer neuen Bürgerschaftlichkeit“. Und sie befasse sich mit den sich abzeichnenden Formen einer Zivilgesellschaft im 21. Jahrhundert sowie mit Protest und Partizipation, Organisation und Kommunikation sozialer Innovationen zwischen Bürger und Staat.

In 14 Beiträgen äußern sich ZU-Wissenschaftler zu höchst aktuellen Themen und geben Antworten darauf aus Sicht der Forschung. Wie müsste eine Demokratie 2.0 in Zeiten von Internet und Social Media eigentlich aussehen? Sind wirklich – wie im Fall der Affäre Wulff – immer die Medien schuld? Wird nicht angesichts der Finanz- und Eurokrise das Staatsrecht langsam zur Traumfabrik? Können Verbraucher die Wirtschaft demokratisieren? Und: Welche Rolle spielen eigentlich Experten in politischen Prozessen – und wie sind sie überhaupt legitimiert? Darum und um mehr geht es in der dritten Ausgaben von „auf“.

Wer mehr über die ZU-Professoren, ihre Forschungsthemen und Veröffentlichungen erfahren möchte, für den hält das Magazin ein sogenanntes Token-System bereit. Es verlinkt die Beiträge des Heftes mit weiterführenden Informationen auf der Homepage sowie der Medien- und Forschungsdatenbank der ZU. So sind Inhalte, welche sich vor allem für eine digitale Darstellung eignen, eine Recherche zum Thema ermöglichen oder aus Gründen der Aktualität besser online abrufbar sind, für die Leserinnen und Leser auf der Portalwebseite www.zu.de/mehr zusammengestellt und von dort jederzeit abrufbar.

Wie bereits die ersten beiden, so wurde auch die dritte „auf“-Ausgabe vom Künstler Ruediger John künstlerisch konzipiert und begleitet. Aus Bildelementen und typografischen Kommentierungen schafft er im Magazin eine visuelle Assoziationsebene. Seine künstlerische Intervention dehnte er dabei auch auf den Druckprozess selbst aus, der so zu einem „gesteuerten Zufall“ wie bei einer Massenbewegung wurde – und damit jedes einzelne Heft zu einem Unikat macht. Ruediger John ist über künstlerische Beiträge, Veranstaltungen und Publikationen dem Artsprogram der ZU seit 2007 eng verbunden.

Die dritte Ausgabe des ZU-Magazins „auf“ ist ab sofort erhältlich. Der Preis beträgt 6 Euro. Bestellungen sind im Internet möglich unter http://www.zu.de/auf-magazin

Ein Beitrag zur künstlerischen Intervention im Rahmen von auf ist auf ZU|Daily zu finden.

http://zu.de/deutsch/aktuelles_presse/aktuelles/2012_09_20_auf.php?navid=50

Sommerfest der Zeppelin Universität am 8. September zum Thema „Stabile Fragilität. Fragile Stabilität.“



Sommerfest der Zeppelin Universität am 8. September zum Thema „Stabile Fragilität. Fragile Stabilität.“

Friedrichshafen. Die Zeppelin Universität veranstaltet am Samstag, 8. September, zum nunmehr neunten Male ihr traditionelles Sommerfest. Die Besucher erwartet auf dem Campus am Seemooser Horn ein Tag mit wissenschaftlichen Vorträgen, Installationen, Performances, Künstlergesprächen und Musik. Eingeladen sind alle Interessierten.

Das Sommerfest wird um 15 Uhr von ZU-Präsident Prof. Dr. Stephan A. Jansen offiziell eröffnet (Einlass ab 14.30 Uhr) und steht im Zeichen des Jahresthemas der ZU: „Stabile Fragilität. Fragile Stabilität.“. Die Uni und ihre Gäste untersuchen dabei in vorsichtigen Vorträgen, wackeligen Versuchsanordnungen und instabilen Kunstprojekten die Stabilität der Fragilität und die Fragilität der Stabilität. Auch in den wissenschaftlichen Vorträgen geht es ab 16 Uhr darum, dass Fragilitäten die nächsten Agilitäten erfordern. So fragt beispielsweise ZU-Professor Dirk Heckmann vom Deutsche Telekom Institute for Connected Cities „Wer oder was steuert unsere Gesellschaft im Internet-Zeitalter?“, Politikprofessor Joachim Behnke untersucht „Politik im Spannungsfeld zwischen Prinzipien und Interessen“ und Jura-Professor Georg Jochum „Die Europäischen Institutionen nach dem Vertrag von Lissabon“, Mobilitäts-Professor Alexander Eisenkopf etwa macht „Anmerkungen zur Mobilität der Zukunft“, und Soziologie-Professorin Maren Lehmann berichtet über „Heikle Ereignisse“.

Das Leitmotiv des Sommerfestes zieht sich auch durch die künstlerischen Programmpunkte: bei der Video-Installation „Roof Piece Theran“ von Anahita Razmi, der Installation zur ZU-Containeruni von Margit Czenki und Christoph Schäfer, den flexiblen Zeltstrukturen des Schweizer Architekten, Bau- und Aktionskünstlers Marcel Kalberer, zur künstlerischen Intervention des just zum Sommerfest erneut erscheinenden ZU-Magazins „auf“ von Ruediger John, bei der Autorin Chris Inken Soppa auf dem Vorleseschiff und schließlich beim Sommerfest-Publikumsspiel mit dem Kfz-Mechaniker und Künstler Volker Paul aus Radolfzell. Mitwirken werden weiter der ZU-Chor unter der Leitung von Ina Gersak und die „Luftschiffkapelle“.

Am Abend des Sommerfestes steht ab 19.30 Uhr dann das Feiern im Vordergrund – mit „Musik, Tanz & kulinarischen Spezialitäten“.

Mehr Informationen finden sich auf der ZU-Homepage unter www.zu.de/sommerfest.

Dort sind auch noch Anmeldungen für die nur noch wenigen freien Plätze möglich.

Wichtige Informationen zur Anfahrt: Es bestehen nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten bei der ZU und keine Zufahrt zur Uni. Besuchern wird dringend empfohlen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

http://zu.de/deutsch/aktuelles_presse/aktuelles/2012_08_30_sommerfest-zu.php?navid=69

Zum Thema „Positive Distanz“: Zeppelin Universität gibt zweite Ausgabe ihres Magazins „auf“ heraus



Zum Thema „Positive Distanz“: Zeppelin Universität gibt zweite Ausgabe ihres Magazins „auf“ heraus

Friedrichshafen. Die Zeppelin Universität (ZU) hat die zweite Ausgabe ihres Magazins „auf“ herausgegeben. Das Thema des aktuellen Heftes ist „Positive Distanz“. „auf“ steht für Antworten und Fragen und berichtet zweimal im Jahr über Forschungsprojekte und -ergebnisse sowie die Entwicklung der jungen Universität.

„Wird nicht immerfort Nähe gefordert? Mehr Bürgernähe von Politikern? Mehr Kundennähe von Unternehmen? Mehr Publikumsnähe von Intendanten der Kulturinstitutionen?“, fragt ZU-Präsident und „auf“-Herausgeber Professor Dr. Stephan A. Jansen in seinem Editorial des „Mediums für Zwischenfragen der Zeppelin Universität“. „Oder erleben wir die Tyrannei der Intimisierung von professionellen Beziehungen, die globale Gleichmacherei von wunderlichen Unterschiedlichkeiten, der zeitgeistig inszenierte Verlust an Privatheit durch soziale Medien mit gleichzeitiger Sehnsucht nach Authentizität des Privaten? Überlasten wir uns mit Überlasten der Entgrenzung und brennen aus, weil es keine Brandschutzmauern mehr gibt? Gibt es noch Grenzen der Grenzüberschreitung? Wie sehen Distanzgewinne aus?“

Antworten auf diese und weitere Fragen will „auf“ geben. In ihren Beiträgen befassen sich ZU-Professoren mit höchst aktuellen Themen und ihren Antworten darauf aus Sicht der Forschung. Dabei geht es unter anderem um die Nähe und Distanz von Journalisten und Politikern in der Berliner Republik. Oder um die Frage, wie Werte Wahlen beeinflussen. Analysiert wird weiter das Leiden der Klimaforschung an der Klimapolitik, und es wird – gerade in Zeiten der Finanzkrise – zudem der These nachgegangen, ob nicht Geld und Banken eine unheilvolle Liaison eingegangen sind. Erörtert wird obendrein beispielsweise weiter, ob wir nicht mehr Grenzmanagement im Krisenmanagement brauchen und wie sich Öffentlichkeit eigentlich in Zeiten der Individualisierung darstellt.

Wer mehr über die ZU-Professoren, ihre Forschungsthemen und Veröffentlichung erfahren möchte, für den hält das Magazin ein sogenanntes Token-System bereit. Es verlinkt gleichsam die Beiträge des Heftes mit weiterführenden Informationen auf der Homepage sowie der Medien- und Forschungsdatenbank der ZU. So sind Inhalte, welche sich vor allem für eine digitale Darstellung eignen, eine Recherche zum Thema ermöglichen oder aus Gründen der Aktualität besser online abrufbar sind, für die Leserinnen und Leser auf der Portalwebseite www.zeppelin-university.de/mehr zusammengestellt und von dort jederzeit abrufbar.

Der zweite Teil des Heftes schließlich widmet sich der weiteren institutionellen Entwicklung der Uni. Wie bereits die erste, so wurde auch die zweite „auf“-Ausgabe vom Künstler Ruediger John künstlerisch konzipiert und begleitet. Seine fotografischen Interventionen führen zu einer multiperspektivischen Erörterung des Magazinthemas „Positive Distanz“. Über künstlerische Beiträge, Veranstaltungen und der nunmehr vierten Publikation ist John dem artsprogram der ZU seit 2007 eng verbunden.

Die zweite Ausgabe des ZU-Magazin „auf“ ist ab sofort in den Buchhandlungen Gessler, Ravensbuch und Fiederer erhältlich. Der Preis beträgt 6 Euro.

Bestellungen sind außerdem im Internet möglich unter http://www.zeppelin-university.de/auf

Kontakt

Zeppelin Universität
Hochschule zwischen
Wirtschaft, Kultur und Politik

Rainer Böhme
Leitung Universitätskommunikation
Am Seemooser Horn 20
D-88045 Friedrichshafen | Bodensee

http://zu.de/deutsch/aktuelles_presse/aktuelles/2012_01_27_13051826_meldung.php?navid=69

Zeppelin Universität gibt eigenes Magazin „auf“ heraus



Zeppelin Universität gibt eigenes Magazin „auf“ heraus

Friedrichshafen. Die Zeppelin Universität (ZU) hat unter dem Titel „auf“ erstmals ein eigenes Magazin herausgegeben. „auf“ steht für Antworten und Fragen und berichtet über aktuelle Forschungsprojekte und -ergebnisse sowie die Entwicklung der jungen Universität. Das Heft ist ab sofort im örtlichen Buchhandel erhältlich.

„Die aufgeklärte und potentiell überinformierte Gesellschaft erhält immer mehr Antworten auf ungestellte Fragen. Aber diese Gesellschaft schafft auch Platz für Zwischenfragen, also Fragen, die einfach mal zwischen die immer gleichen Antworten geschoben werden“, schreibt ZU-Präsident Professor Dr. Stephan A. Jansen in seinem Editorial zur Erstausgabe. Der derzeitige Zeitgeist der Beschleunigung und Dramatisierung auf drängende Fragen unserer Zeit bringe keine Antworten, sondern Interessen zum Ausdruck. „Jede schnelle Antwort kann immer nur eine Zwischenantwort sein“, sagt Jansen, „jede Lösung ist der Ausgangspunkt für ein neues Problem, jede Antwort für eine neue Frage.“ Das Magazin wolle deshalb als „Medium für Zwischenfragen der ZU“ Debatten im wahrsten Sinne der Wortes „auf-machen“, neue Perspektiven auf alte Themen eröffnen und zum Nachdenken und Vormachen anregen. Zweimal im Jahr – jeweils zum Auftakt der ZU-Semester im September und im Januar – wird es einen thematischen Fokus geben.

Im nun vorliegenden Heft ist dies „Macht und Mitsprache“ – ein höchst aktuelles Thema, noch dazu in der Forschungsarbeit von ZU-Wissenschaftlern. Was tun, wenn durch die sogenannten Überhangmandate in Parlamenten Mehrheiten zur Minderheit zu werden drohen? Wenn in den neuen Bundesländern das durch die Stasi zerstörte Vertrauenskapital bis heute negative Folgen auf die wirtschaftliche Entwicklung hat? Wenn durch die fortschreitende Überalterung der Gesellschaft Konzert- und Opernhäusern der Niedergang droht? Wenn mangelndes Wirtschaftswissen zur Gefahr für die Verbraucher wird? Darauf geben ZU-Professoren ebenso Antworten wie auch zu anderen Fragen, etwa wie Deutschlands nächste Unternehmer-Generation denkt, warum neuerdings Geschäftsmodelle ohne Gewinnabsicht boomen, weshalb eine Öffnung von öffentlichen Daten-Beständen ein Beitrag zu mehr gelebter Demokratie in diesem Land werden könnte und schließlich was sogenannte Experten wirklich wissen.

Ergänzt wird das Heft durch einen Streifzug durch die institutionelle Entwicklung der Uni. Welche Zugänge renommierter Wissenschaftler gab es zuletzt an der ZU? Welche prominenten Gäste sprachen bei den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungsformaten? Welche studentische Gründungen und Projekte erregten Aufmerksamkeit und waren beispielhaft? Was motiviert Unternehmen, sich an der ZU zu engagieren – und wie erleben Wissenschaftler diese Kooperationen?

Künstlerisch konzipiert und begleitet wurde das Heft von dem Künstler Ruediger John in Zusammenarbeit mit der Agentur Schindler Parent Meersburg. Mit seinen ästhetischen Interventionen und kooperativen Konzeptentwicklungen stellt er einen erweiterten Zugang zu den Informationen her. Ruediger John ist dem artsprogram der ZU über künstlerische Beiträge, Veranstaltungen und die Entwicklung inzwischen zweier Publikationen seit 2007 eng verbunden.

Das ZU-Magazin „auf“ ist ab sofort in den Buchhandlungen Gessler, Ravensbuch und Fiederer erhältlich. Der Preis beträgt 6 Euro.

Bestellungen per Internet außerdem unter http://www.zeppelin-university.de/auf-zu/index.php

Kontakt

Zeppelin Universität
Hochschule zwischen
Wirtschaft, Kultur und Politik

Rainer Böhme
Leitung Universitätskommunikation
Am Seemooser Horn 20
D-88045 Friedrichshafen | Bodensee

http://zu.de/deutsch/aktuelles_presse/aktuelles/2011_10_19_11237123_meldung.php?navid=69

ON RAGE publication @ Haus der Kulturen der Welt, Berlin



ON RAGE

Editors: Valery Smith, Susanne Stemmler and Cordula Hamschmidt
for the Haus der Kulturen der Welt, Berlin (House of World Cultures)
Revolver Publishing by VVV, 2011
English, 432 pages, 141 coloured and 81 b/w images
ISBN: 978-3-86895-135-6

This book explores instances of rage and how their place in people’s lives are being expressed and manifested in the body and the mind. We relate rage not only to its immediate outburst but also to abstract forms of dealing with the tipping points in human behavior. We consider larger political issues, those moments when rage marks the failure of diplomacy, when negotiation breaks down or is simply nonexistent, when other unconventional or socially unaccepted forms of expression come into play.

By presenting a phenomenology of rage across cultures and timelines we would like to re-think rage as a state of being. This may lead to a rehabilitation of this affect and be the point of departure for new forms of less mediated thinking. Protest – be it organized or not – is the signature of our times. Together with a feeling of an economical, ecological or political crisis, this leads to states of emergency that may help to develop new strategies of survival in this world.

With contributions by Luca Di Blasi, Jimmie Durham, Ruediger John, Marc Jongen, Tadeusz Kantor, Sylvère Lotringer, Boyan Manchev, Abdelwahab Meddeb, Terézia Mora, Nina Power, Michael Rakowitz, Monika Rinck, Paolo Santangelo, Mick Taussig, Stefan Weidner, Annette Weisser, Aaron Ben Ze’ev, Jean Ziegler and others.

ON RAGE

Ruediger John – »Sous les pavés la plage / Unter dem Bürgersteig der Strand / under the cobblestones the beach« – Künstlerische Forschung und gesellschaftliche Praxis



»Sous les pavés la plage / Unter dem Bürgersteig der Strand / under the cobblestones the beach«

Künstlerische Forschung und gesellschaftliche Praxis

a guest lecture by Ruediger John (A)

hosted by Sibylle Omlin and Reinhard Storz

26.11.2008 / 17:30 Uhr

Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel
Institut Kunst

Theobald Baerwart-Schulhaus, Aula
Offenburgerstrasse 1
CH 4057 Basel

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Einige Kriterien und Anhaltspunkte für den Umgang mit dem Begriff Artistic Research / Künstlerische Forschung /// Forschung als eine gesellschaftliche Funktion /// Unterscheidungen zwischen wissenschaftlicher und künstlerischer Forschung /// traditionelles vs. zeitgemäßes künstlerisches Arbeiten

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[…] Anders also, wenn Kunst der Reflexion von Gesellschaft dient, sich also dem Diskurs der Sinn- und Bedeutungsfragen, der Kritik und Wertebildung direkt widmet und somit Künstlerinnen und Künstler gesellschaftsorientiert arbeiten. Damit geht einher, daß nicht mehr die Produktion von Objekten und insbesondere deren Präsentation im exkludierenden Kunstkontext, sondern vielmehr die Gestaltung von Prozessen als Beeinflussung von Entwicklungen und die Integration verschiedener Disziplinen im Vordergrund stehen; der Künstler ist nicht mehr als Experte für Gestaltungsfragen, sondern als Experte für Wahrnehmungsfragen und deren Relationierungen gefordert. Das bedeutet, daß ästhetische (= wahrnehmungsbezogene) Kompetenzen und deren künstlerische Anwendung in gesellschaftlichen Kontexten (= Relationierung) – die Künstlerin/der Künstler als Know-How/What/Why-Träger – eine wesentliche Fähigkeit darstellen; das Medium bzw. der Medienkanon zweitrangig wird und kommunikative, moderativ-mediative Qualifikationen und Diskurs- und Teamarbeit notwendig werden.

[…] Systemische künstlerische Tätigkeit heißt, mittels Abstraktion und Assoziation kritisch-ästhetisch Bedeutungen und Wertekontexte zu differenzieren und (bspw. interventionistisch oder infiltrativ) einzusetzen, sowie definitorisch in der Kommunikation und Kontextualisierung zu arbeiten. Diese Art der Tätigkeit stellt der klassischen Form der Referenzierung von Kontexten und Werten, dem ›Symbol‹ bzw. des ›symbolhaften Regelbruchs‹, die Absicht einer (relativen) Wirksamkeit auf das Subsystem gleich. Somit gestaltet (oder moduliert) der Künstler auf der Handlungsgrundlage einer prozesshaft reflektierten Haltung nicht ein Medium zur Form-/Objekt-/Bildfindung als Ausdruck, sondern zur Realisation (und damit Abstraktion) einer Idee/eines Zieles als Anschauung mit politischer Relevanz. Eine solche künstlerische Arbeit, deren Tätigkeit die systemischen Bedingungen und Relationen der gesellschaftlichen Subsysteme, aber auch der semiotischen Kriterien und Kontextualisierung umfaßt, nenne ich systemische Kunst (John, Ruediger: Systemic Art as an Approach for the Aesthetic Worker, 1998).

Künstlerische Forschung als spezifische ästhetische Praxis

[…] Entscheidend hierbei ist, daß sich künstlerisches Handeln nicht als öffentlicher Selbstfindungsprozess, naive Visualisierung im Symbolischen und dem Agieren im mythenbehafteten Kunstverständnis versteht, sondern »[…] sich kritisch subjektiver (künstlerischer) Methoden, rechercheorientierter und disziplinenverbindender Strategien bedient um kontextfremde Ergebnisentitäten erkenntnisbringend zu assoziieren.« »[…] Charakteristisch für künstlerische Forschungsarbeit ist ein nicht-lineares, prozesshaftes Denken und Handeln […]« sowie die Fähigkeit, ästhetische Kriterien in anderen Kontexten und Subsystemen zu entwickeln und abstrahierend (kritisch) anzuwenden.

(aus: John, Ruediger: Objekt Subjekt Prädikat – Ein Exkurs über systemische Kunst und kritische Ästhetik, 2004)
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Ruediger John (A), lebt in Baden-Baden und Boston. Situative, installative, interventionistische, recherche- und publikationsorientierte Arbeiten; definitorische und praktische Arbeiten in künstlerischer Forschung, systemischer Kunst und Transferkunst. Er arbeitet seit 197 als ›Kritisch Ästhetischer Coach und Consultant‹ und ist Gründer der ›Gesellschaft für kritische Ästhetik‹. Lehraufträge u.a. an der Universität der Künste Berlin, Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Hochschule Pforzheim und der Universität Karlsruhe.

Ausstellungen / Veranstaltungen (Auswahl):
›Latte, Brownie, Milk‹ (USA, 2007), ›Family Values / Familienwerte‹ (USA, 2006), ›La prosa avorrida de la vida diària‹ (ES, 2006), ›freundlich behauptet – Gespräche über Kunst und Wirtschaft‹ (D, 2004), ›MEHR WERT – Künstler, Unternehmer und Wissenschaftler im Dialog‹ (D, 2004), ›Der silberne Schnitt‹ (D, 2003), ›kFP/02 künstlerisches Forschungsprojekt‹ (D, 2002), ›Die Verklärung des Gewöhnlichen‹ (D, 2002), ›Vorbereitung einer Ausstellung / preparation of an exhibition‹ (D, 2001), ›Die Akademie ist keine Akademie‹ (D, 1999)

Publikationen (Auswahl):
›Erweiterte Erkenntnisfähigkeit durch kulturelle Kontextualisierung‹ (2007), ›Objekt Subjekt Prädikat – Ein Exkurs über systemische Kunst und kritische Ästhetik‹ (2004), ›Vom Handwerker zum Mythenerzähler zum Kritiker‹ (2004), ›TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft‹ (2003), ›Die Akademie ist keine Akademie‹ (1999), ›Systemic Art as an Approach for the Aesthetic Worker‹ (1997), ›book – an object oriented definition of an infrastructure‹ (1991)

Ruediger John hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, sowie eingeladen an die Columbia University und New York University, New York City (affiliate/guest) studiert und eine Fortbildung in ›Systemischer Kurzzeittherapie‹ abgeschlossen.

http://artrelated.net/ruediger_john

REMINDER: Ruediger John @ 4. Triennal of Contemporary Art, Friedrichshafen, Zeppelin Museum



Dear Friends and colleagues,

please let me direct your attention to the ongoing exhibition at Lake of Constance, Germany where the Zeppelin Museum Friedrichshafen is showing my collaborative contribution to the 4. Triennal Of Contemporary Art.

The Exhibiton shows works of some 35 artists – among them Lida Abdul, Carls Ahlander, Sofie Thorsen, Zoe Walker & Neil Bromwich, Rainer Ganahl, Yves Mettler, Alexander Odermatt and Roman Signer – in multiple venues around the lake crossing the borders of Austria, Switzerland and Germany (Palais Thurn und Taxis Bregenz, Kunstraum Kreuzlingen, Kunstverein Friedrichshafen, Zeppelin Museum Friedrichshafen) and could be worth a visit.

4. Triennale zeitgenössischer Kunst / 4. Triennal Of Contemporary Art
“Nichts zu deklarieren / Nothing to declare”
April, 4th – June, 22nd 2008
Friedrichshafen, Germany

The process of the work “INDEX – an artistic archiving project” is maintained by my colleagues Christof Salzmman and Ulrike Shepherd since i am currently in the US for a lecture and the preparation of an upcoming work but will be at the Lake of Constance again in mid June and happy to welcome you.

Best,
Ruediger John

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The image above shows “a panoramic view of the installative work which serves as an archive to the process-oriented approach to create an index of remains of regional history, of past and current local peculiarities as well as pieces of evidence of cultural similarities and differences among the three nations bordering the lake.
The archive is being formed by an ongoing collection of objects and quotes of everyday life by residents of that very region. Combined with condensed and pointedly written narrative and descriptive texts merging provenances, personal stories and a broader perception of the cultural and communal live within this intersection of peripheral areas, a detailed but nonetheless open infrastructure is created which can be explored by the audience delving into the sparsely lit labyrinth – thus triggering personal memories and spurring individual stories.
The archiving and associative process is conducted using an artistic perspective on creating a repository of cultural goods, attaching meaning to them, communicating pieces of knowledge and insinuate references – thus generating the notion of importance and inciting connotations beyond the sheer presence and story of the individual object.”

More images and text from the catalogue publication: http://artrelated.net/ruediger_john/kuenstlerische-archivierung.html

and now for something completely… well… – CalArts – guest lecture Ruediger John



The School of Art, The Theatre School & The Center for Integrated Media present

and now for something completely… well…

Guest lecture:
Ruediger John (Austrian visual artist)
Staging and presentation as inherent elements of works of art * creating a cross-over between archetypical elements of theater * performance art and in-situ installative art works * juxtaposing differing realities of perception by combining on-stage narration with interventions into real-life situations.

Center for Integrated Media, A116
Cal Arts
Wednesday, March 19th, 12noon

http://www.calarts.edu

Ruediger John creates situative, installative, interventionistic, research and publication- oriented works and exhibitions and is known for his definitoric and practical works in Artistic Research and Systemic Art. Since 1997, he has also been working as a Critical Aesthetic Consultant. Teaching experience: 2000-03 Assistant Professor for installative, situative working, contextualization, cognitive aspects, mixed-media at Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (State Academy of Fine Arts and Design Stuttgart). 2002-03 Professor in substitution for Kunst/Kunst- und Designwissenschaften – Skulptur/Raum (Art/Art and Design Sciences – Sculpture/Space) at Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft Pforzheim (Pforzheim University of Applied Sciences). 2004/2005 Visiting Professor for Kunst und Wirtschaft – Transferkunst, Systemische Kunst, künstlerische Forschung (Art and Economy – Transfer Art, Systemic Art, Artistic Research) at Universität der Künste Berlin (University for the Arts Berlin). Other: 2003 Founder of Gesellschaft für kritische Ästhetik (Society for Critical Aesthetics). Ruediger John studied at the Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart and was also invited to Columbia University and NYU as an affiliate/guest.

http://artrelated.net/ruediger_john/

Rauf Rüber Runter Untendurch



Rauf Rüber Runter Untendurch

Ausstellungseröffnung: Sonntag 2.12.2007 16 Uhr
Gruppenausstellung

White Space
Militärstrasse 76
8004 Zürich

Roland Schappert
Patrizia Karda
Huber und Huber
Ruediger John
Elodie Pong
Stefan Burger
Gregor Hildebrandt
Alicja Kwade
Wolfgang Lugmair
Peter Böhnisch
Sven Drühl

Release
CABINET magazine NY
issue 27 mountains

Nebst den topografischen Erhebungen in der Landschaft sind es die Berg- und Talfahrten der Aktienkurse, Diagramme von An- und Verkäufen sowie politische Gipfeltreffen, welche die Menschen bewegen. Indes birgt das Bergsteigen um des Besteigen Willens heute wie zu Petrarcas Zeiten nur für eine kleine Gruppe von Menschen die Magie eines Gewinns. Das stille Betrachten der Berge aus der Ferne hingegen ist für die meisten nachempfindbar mit Sehnsüchten verbunden: Davon wird erzählt und darüber wurde tausendfach geschrieben, manches wird gezeigt und anderes behauptet. Wo sich die Berge auch befinden, im Flachland wie in den Alpen, in unseren Köpfen oder auf unseren Schreibtischen, sie wollen stets überwunden oder durchdrungen, ver- und übersetzt werden. Verbunden mit der Furcht des Scheiterns und dem gleichzeitigen Lechzen nach dem nächsten, höheren Gipfel, nicht zuletzt, um sich die nötige Fernsicht zu verleihen. Was sich diesem Verlangen nicht unterwirft, erheben wir zum Numinosen oder wenden uns klagend davon ab.

»Rauf Rüber Runter Untendurch« untersucht in einer Reihe von Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen, Interventionen im öffentlichen Raum und Interviews die geografischen Verhältnismäßigkeiten, kulturellen Fiktionen und theoretischen Betrachtungsweisen zum Thema Berg als individuelle und soziale Realität. Für den Auftakt und die erste Einzelpräsentation soll der White Space Zürich den Künstlern als Ausstellungs- und Arbeitsraum dienen.

Der Künstler Andreas Lorenschat lädt für Teil 01 die künstlerischen Positionen ein. In Zusammenarbeit mit der Kuratorin Lillian Fellmann werden das jeweilige kuratorische Konzept und die daraus entstehenden Fragestellungen entwickelt.

http://www.whitespace.ch/
http://www.cabinetmagazine.org/events/whitespace.php

talk n show – Künstlergespräch mit Ruediger John



„talk n show“ – Künstlergespräche an der Zeppelin University

mit

Ruediger John (A)

Donnerstag I 22. November 2007 I 19.00 Uhr
Zeppelin University I Campus am Seemoser Horn I Raum E.12/13

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Ruediger John (A)

Ruediger John (*1971, Wien) bedient sich in seinen künstlerischen Arbeiten sowohl situativer, installativer, interventionistischer Formen, wie auch recherche- und publikationsorientierter Strategien. Seit 1997 beschäftigt er sich definitorisch und in praktischen Arbeiten mit künstlerischer Forschung und systemischer Kunst. Mit der Gründung ›Gesellschaft für kritische Ästhetik‹ fokussiert er transdisziplinäres Arbeiten und Forschen und die Anwendung ästhetischer und künstlerischer Kompetenzen im Sinne eines Coachings und kritischen Consultings in gesellschaftlichen Subsystemen, wie Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Ihn interessieren die Verschränkung von Alltagsritualen und künstlerischem Handeln ebenso, wie die Anwendung künstlerischer Fähigkeiten als integrativen Beitrag zur gesellschaftlichen Lebenspraxis.

Die künstlerischen Arbeiten von Ruediger John sind häufig Eingriffe an zentralen Stellen der alltäglichen Lebenspraxis, deren Rituale und inherenten Formen der Wahrnehmung. Gleich ob als Cross-Over zwischen Theater und Performance, als Work-in-Progress mit Schauspielern und Laien im öffentlichen Raum und in der Galerie oder eingeladen in private Räume, um in die dortige “heimische” Umgebung installativ zu intervienieren oder im Umfeld unternehmerischer, ökonomie-geprägter Handlungen und Wertesysteme subversiv tätig zu sein – Irritation als Methode der Wahrnehmungsschärfung und Orientierung des Blickes auf “Nebensächliches”, die Nutzung und Umwertung alltäglicher Gegenstände und Situationen, sowie vor allem das Wirken auf Kommunikation und soziale Dynamiken sind wiederkehrende Merkmale seiner Arbeiten.

Ruediger John

*1971 in Wien, lebt in Baden-Baden. Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, eingeladen an die Columbia University und New York University, New York City (affiliate/ guest). Gründer der Gesellschaft für kritische Ästhetik.

Publikationen (Auswahl)

Ruediger John in >Perspektiven systemischer Entwicklung und Beratung von Organisationen< Verlag für Systemische Forschung/Carl Auer Verlag, 2007 >Unternehmen Kunst< Max Hollein (Hrsg.) Verlag Lindinger+Schmid, 2006 >Erweiterte Erkenntnisfähigkeit durch kulturelle Kontextualisierung< in: Raffinierter Überleben, Strategien in Kunst und Wirtschaft, Kadmos Kulturverlag, 2005 >Objekt Subjekt Prädikat> in: Mapping Blind Spaces, Athena Verlag, 2005

TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft, [sic!] – Verlag für kritische Ästhetik, 2003

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Das artsprogram

etabliert künstlerische Praxis und neue Formen kunstbezogenen Handelns als Bestandteil von Lehre und Forschung an der Zeppelin University. Es entwirft Räume zwischen Gegenwartskunst und Wissenschaften. Es konstruiert einen künstlerischen Arbeitskontext in einem wissenschaftlichen Umfeld. Dabei wird künstlerische Praxis als ein Element kultureller Erkenntnisproduktion neben anderen verstanden, die sich in unterschiedlichen Produktions- und Diskursumgebungen ansiedelt und nicht allein in Kunstinstitutionen stattfindet. In diesem Sinne will das artsprogram der Zeppelin University einen Raum für die Produktion undisziplinierter Zukunftsbilder entwickeln.

http://www.zeppelin-university.de/artsprogram

Publikation: Perspektiven systemischer Entwicklung und Beratung von Organisationen



›Perspektiven systemischer Entwicklung und Beratung von Organisationen‹
Nino Tomaschek (Hrsg.),
u.a. mit Roswita Königswieser, Klaus Mainzer, Oswald Neuberger
Verlag für Systemische Forschung im Carl Auer Verlag, Heidelberg, 2007

Ruediger John:
›Erweiterte Erkenntnisfähigkeit durch kulturelle Kontextualisierung‹

Verlagstext:
Unternehmen und Organisationen sind in zunehmendem Maße mit dem Thema Veränderung konfrontiert. Die Umwelt ist kein stabiler Faktor, sondern einem ständigen Prozess des Wandels ausgesetzt. Die politischen Rahmenbedingungen, die wirtschaftlichen Märkte, die Konkurrenz, die immer neu gesetzten Maßstäbe der Kunden: diese Faktoren stellen jede Organisation in allen Bereichen fortwährend vor neue Herausforderungen. Aus einer konstruktiv(istisch)- systemtheoretischen Sicht ist Veränderung die einzige stabile Konstante, die ein soziales System kennzeichnet. Daher gilt es, die Potenziale, die in Veränderungsprozessen implizit enthalten sind, für eine kreativ-konstruktive Neugestaltung der Organisation gezielt nutzbar zu machen. Hierbei bieten die Ansätze der systemischen Entwicklung und Beratung von Organisationen Lösungsmöglichkeiten, die den zielgerichteten Aufbau von unternehmensinterner Veränderungskompetenz fördern.
In diesem Sammelband präsentieren renommierte Autoren aus Praxis und Wissenschaft die aktuellsten Ansätze. Die Leserin, der Leser bekommt die Möglichkeit, sich über die wichtigsten Charakteristika der Systemischen Arbeit mit Unternehmen und Organisationen zu informieren und praxisbezogene Hinweise für die eigene Tätigkeit als Führungskraft, Personal- und Organisationsentwickler, Berater und Trainer zu erhalten.

Perspektiven systemischer Entwicklung und Beratung von Organisationen

Publikation: “Perspektiven systemischer Entwicklung und Beratung von Organisationen” u.a. mit Ruediger John



Sehr geehrte Damen und Herren,

anläßlich der jetzt erscheinenden Publikation ›Perspektiven systemischer Entwicklung und Beratung von Organisationen‹ im Verlag für Systemische Forschung / Carl Auer Verlag erlauben wir uns, auf den Text darin von Ruediger John, sowie auf einige weitere Beiträge in anderen Publikationen aufmerksam zu machen.

Unternehmen und Organisationen sind in zunehmendem Maße mit dem Thema Veränderung konfrontiert. Die Umwelt ist kein stabiler Faktor, sondern einem ständigen Prozess des Wandels ausgesetzt. Die politischen Rahmenbedingungen, die wirtschaftlichen Märkte, die Konkurrenz, die immer neu gesetzten Maßstäbe der Kunden: diese Faktoren stellen jede Organisation in allen Bereichen fortwährend vor neue Herausforderungen. Aus einer konstruktiv(istisch)-systemtheoretischen Sicht ist Veränderung die einzige stabile Konstante, die ein soziales System kennzeichnet. Daher gilt es, die Potenziale, die in Veränderungsprozessen implizit enthalten sind, für eine kreativ-konstruktive Neugestaltung der Organisation gezielt nutzbar zu machen. Hierbei bieten die Ansätze der systemischen Entwicklung und Beratung von Organisationen Lösungsmöglichkeiten, die den zielgerichteten Aufbau von unternehmensinterner Veränderungskompetenz fördern.
In diesem Sammelband präsentieren renommierte Autoren aus Praxis und Wissenschaft die aktuellsten Ansätze. Die Leserin, der Leser bekommt die Möglichkeit, sich über die wichtigsten Charakteristika der Systemischen Arbeit mit Unternehmen und Organisationen zu informieren und praxisbezogene Hinweise für die eigene Tätigkeit als Führungskraft, Personal- und Organisationsentwickler, Berater und Trainer zu erhalten.” (Verlagstext)


›Erweiterte Erkenntnisfähigkeit durch kulturelle Kontextualisierung‹
Ruediger John in:
›Perspektiven systemischer Entwicklung und Beratung von Organisationen‹ – (Universität Augsburg)
Nino Tomaschek (Hrsg.),
u.a. mit Roswita Königswieser, Klaus Mainzer, Oswald Neuberger
Verlag für Systemische Forschung im Carl Auer Verlag, Heidelberg, 2007


›Kunst und Kunsttherapie / Milieuspezifische
Wirklichkeitskonstruktionen und systemische Definitionsunterschiede‹
Ruediger John in:
›Grundlagen, Modelle und Beispiele kunsttherapeutischer Dokumentation‹ – (Fachhochschule Ottersberg)
Peter Sinapius/Michael Ganß (Hgg.),
u.a. mit Ulrich Elbing, Klaus Flemming, Peter Petersen
Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2007


Gespräch zwischen Max Hollein und Ruediger John (Auszug aus ›TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft‹)
Ruediger John in:
›Unternehmen Kunst‹
Max Hollein (Hrsg.),
u.a. mit Greg Lynn, Carsten Nicolai, Hani Rashid, James Rosenquist, Julian Schnabel
Verlag Lindinger+Schmid, Regensburg, 2006


›Erweiterte Erkenntnisfähigkeit durch kulturelle Kontextualisierung – Der Künstler als Coach und Consultant in Unternehmen – Kriterien und Ansätze einer kritisch-ästhetischen Praxis‹
(Extended Cognitive Ability through Cultural Contextualisation – The Artist as Coach and Consultant in Corporations – Criteria and Dispositions of a Critical-Aesthetic Practice)
Ruediger John in:
›Raffinierter überleben – Strategien in Kunst und Wirtschaft‹ –
(Kulturfabrik am Flutgraben)
Mari Brellochs/Henrik Schrat (Hgg.),
u.a. mit Dirk Baecker, Pierre Guillet de Monthoux, Fritz B. Simon, Matt Statler, Wendelin Küpers, Holger Kube Ventura
Kadmos Kulturverlag, Berlin, 2005


›Globalisierte Kultur und Konsumidentitäten‹ (Globalized Culture, Consumption and Identity)
›Mensch – Person – Gemeinschaft – Individuum – Kultur – Kommunikation – Erkenntnis – Identität – Authentizität‹ (Human being – Person – Community – Individual – Culture – Communication – Cognition – Identity – Authenticity)
Ruediger John in:
›Global Marshall Plan Initiative‹ (Speakers Corner)
›Bastard – Choose My Identity‹ Link Ernst/Harmsen/Weiß (Hgg.),
u.a. mit Sudabeh Mohafez, Selim Özdogan, Ilja Marinow Trojanow
Actar Verlag, Barcelona, 2006


›Objekt Subjekt Prädikat‹
Ruediger John in:
›Künstlerische Bildung nach Pisa‹ – (Zentrum für Kunst und Medientechnologie ZKM/MNK, Landesakademie Schloß Rotenfels)
Joachim Kettel/Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK)/Landesakademie Schloß Rotenfels (Hgg.), u.a. mit Christine Biehler, Christiane Jürgens, Ingrid Merkel, Karl-Josef Pazzini, Hanne Seitz
Athena Verlag, Oberhausen, 2004

Einige der Texte sind auch auf der Website http://artrelated.net/ruediger_john
sowie im ArchivSystemKunst ask23 http://www.ask23.de der HfbK Hamburg (Labor Kunst & Wissenschaft, Michael Lingner) direkt abrufbar.

Zwischen Geist, Geld und Gespräch – artsprogram der Zeppelin University – Doug Fishbone, Katya Sander, Christof Schäfer, Ulrike Shepherd, Ruediger John, Christof Salzmann



„Zwischen Geist, Geld und Gespräch“

15. September 2007

artsprogram der Zeppelin University Friedrichshafen

Künstlerische Interventionen zum Kapitalbegriff in seiner Diversität.

Doug Fishbone (US/GB) „Towards a Common Understanding“ (2005)
Katya Sander (DK) „Was ist Kapitalismus?“ (2003)
Christof Schäfer (D) „Revolution Non Stop“ (2000)
Ulrike Shepherd (D) „Gateway“ (2006)
Ruediger John (A/USA) / Christof Salzmann (D) „Orientierung“ (2007)

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Doug Fishbone (US/GB) „Towards a Common Understanding“ / 2005 / 12:30 min
Als zentralen Aspekt seiner Arbeit bezeichnet der in New York geborene, in London lebende Künstler Doug Fishbone (*1969) sein Vertrauen auf Humor. Ob er Formen der stand-up comedy adaptiert, wie in dem Video „The Ugly American“, oder alberne Trash-Markenuhren konstruiert: immer lädt er auf amüsante Weise den Betrachter ein auch hässliche, dumme und tabuisierte Facetten des modernen Lebens ins Auge zu fassen. Während seine früheren Arbeiten hauptsächlich auf vergänglichen Materialien und Prozessen basierten (wie etwa Haufen von 40.000 Bananen auf öffentlichen Plätzen), arbeitet Doug Fishbone heute überwiegend mit Video. In Videoarbeiten wie „Towards a Common Understanding“ (2005) kombiniert er Bilder aus dem Internet zu auf den ersten Blick völlig absurden Folgen: Blonde Bikini-Nixen und chemische Periodensysteme, asiatische Tuschzeichnungen von Fischen und gemästete Gänse, Bilder von Sex und Essen und Weltall-Aufnahmen erzählen von der Kakophonie der heutigen Medienwelt. Erst der darüber gelegte Kommentar des Künstlers entwickelt aus dieser scheinbar zufällig montierten Bildreihung neue Sinnebenen. Der Bogen wird gespannt von dem Anfangssatz “Statistiken sind wie Bikinis” bis zu “Alles ist total relativ”, Welterklärungsmodelle und westliche Zivilisationserscheinungen werden so ironisch hinterfragt und ad absurdum geführt.

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Katya Sander (DK) „Was ist Kapitalismus?“ 2003 / 16 mm Film
In den stark konzeptionell geprägten und recherchebasierten Arbeiten von Katya Sander geht es zumeist um Erschließungs- und Produktionsformen von Wissen und Wissens-systemen. Der Künstlerin kommt es vor allem auf eine immer auch körperlich geprägte Reflektion der Zugangsweise zu einem Wissensgebiet an. Die von ihr geschaffenen Settings und Räume setzen uns als Betrachter in ein spezifisches Verhältnis zu einem Thema. Zumeist geschieht dies, indem die einem Thema zugehörigen Orte und Kontexte vertauscht oder transformiert werden, so dass man Fragestellungen anders als erwartet begegnet. In „Was ist Kapitalismus?“ wird ein Film zwischen zwei Spiegelflächen projiziert. Der Film zeigt die Künstlerin in einer unwirtlichen Weidelandschaft mit einem Mikrophon. Sie entfernt sich von der Kamera und stellt vereinzelnd am Horizont vorbeikommenden Spaziergängern die Frage, was Kapitalismus sei. Die Antworten fallen denkbar verschieden und unerwartet aus. Die Einbettung des rückwärtig projizierten Filmes in die Spiegel setzt den Horizont der Landschaft ins Unendliche fort und nimmt in diese Illusion von Unendlichkeit auch den Besucher mit hinein. Die diesjährige Documenta-Teilnehmerin Katya Sander (*1970, Dänemark) lebt und arbeitet in Berlin und Kopenhagen und erweist sich mit ihrer Ausstellungsliste als echte global Playerin.

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Christof Schäfer (D) „Revolution Non Stop“ 2000 / 16mm Film / 19:00 min
Christoph Schäfer arbeitet seit 1989 zu Urbanismus, Themenparks, Mode und Alltag. Der in Hamburg lebende Künstler interessiert sich für städtische Situationen und wie sie durch Kunst verändert werden können. Seinen Arbeiten gehen genaue Beobachtungen des Alltagslebens voraus und sie werden aus dem Vokabular der Stadt heraus entwickelt. Mit „Revolution Non Stop“ greift Schäfer die konstruierte Imageproduktion der Städte auf. Der „Imagecity“ mit ihren polierten Einkaufspassagen, die bestrebt ist ein perfektes Bild von Stadt herzustellen, indem sie Elend ausgrenzt, setzt Schäfer seine Inszenierungen von Stadt entgegen, indem er die Regeln umkehrt und das feiert und im Zentrum behauptet, was sonst eher an der Peripherie stattfindet. „Revolution Non Stop“ ist ein “Spiel mit den Resten der Überproduktion in den zukünftigen Ruinen des Fordismus” und ist durchsetzt mit Aussagen in Warenform: Kostüme, Etiketten, Zeitungen und Werbungen sind zweckentfremdet (Grafik: Torsten Jahnke) mit Slogans versehen. Christof Schäfer geht es darum, in dem Feld zu arbeiten, das heute immer wichtiger wird: Subjektivitätsherstellung durch Waren, die von immer komplexeren Bedeutungsschichten ummantelt werden. Christof Schäfer (*1964) untersucht in seinen Projekten wie Medienbilder Städte beeinflussen. Als Teil der Gruppe Park Fiction, die 2002 zur Documenta 11 eingeladen war, interessierte ihn an diesem Projekt die gemeinsame Neudefinition eines öffentlichen Raums.

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Ulrike Shepherd (D) „Gateway“ 2006 / Digitalfilm / 8:50 min
Ulrike Shepherd arbeitet in ihren meist installativen Projekten mit Kontexten, Bedeutungen und Assoziationen. Sie hinterfragt gewohnte Sichtweisen, Begriffe und Zusammenhänge. Eine Verschiebung der Perspektive vollzieht sich auch in ihrem Digitalfilm „Gateway“, indem eine Durchgangssituation durch formale Veränderungen dekliniert wird. Die Filmaufnahmen dazu fanden am Flughafen München Franz Josef Strauß statt. Aus den zufälligen Szenen Ankommender entstanden 7 kurze Kapitel, welche durch verschiedene technische Eingriffe minimale Bedeutungs-verschiebungen erfahren. Ein jeweils anderer Fokus wird auf eine Alltagssituation gerichtet. Erste sich aufdrängende Deutungen verlieren im weiteren Verlauf ihre Eindeutigkeit zugunsten einer offeneren Vielschichtigkeit. Gleichzeitig findet auch ein Wechsel der Bildebenen statt, der Blick wandert mit dem rhythmischen Öffnen und Schließen der elektrischen Glastüren zwischen dem ankommenden Personenstrom und den transparenten Spiegelungen der Wartenden und wechselt auch hier kontinuierlich die Richtung. Ulrike Shepherd (*1955) verortet ihre Kunst im Dialog – in der Kommunikation mit ihrer Umgebung, der Zeit und anderen Künstlern. Der oft kommunikative Charakter ihrer Ausstellungsprojekte setzt sich fort in ihrer vernetzenden und auf Diskurs angelegten freien kuratorischen Arbeit. Mit ihrer Videoinstallation „Gateway“ stellt sie sich als neue Kuratorin des artsprogram der Zeppelin University vor.

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Ruediger John (A/USA), Christof Salzmann (D) “Orientierung” 2007 /
temporäre installative InterventionFür die Zeppelin University widmen sich die Künstler Ruediger John und Christof Salzmann dem Thema der Orientierungssuche und -findung – sowohl spatial, als auch thematisch. Der profanen Beschilderung in den Universitätsgebäuden stellen sie eine Bildwelt und architektonische Modell-baulandschaft zur Seite, deren Fragilität und Exponiertheit, sowie konsumistische Nutzung durch die Passanten zwangsläufig zu ihrem Rückbau beiträgt. Die Bildwelt ist Sammelobjekt, subjektive Erinnerungsstütze und Assoziationsresource und beansprucht dabei einen, im sonstigen Diskurs unterrepräsentierten, Platz; das städtebauliche Konglomerat en miniature vereinfacht die Navigation innerhalb des Horizontes der Institution. http://artrelated.net/ruediger_john/orientierung.html

Die künstlerischen Arbeiten von Ruediger John (*1971) sind häufig Eingriffe an zentralen Stellen der alltäglichen Lebenspraxis, deren Rituale und inherenten Formen der Wahrnehmung. Gleich ob als Cross-Over zwischen Theater und Performance, als Work-in-Progress mit Schauspielern und Laien im öffentlichen Raum und in der Galerie oder eingeladen in private Räume, um in die dortige “heimische” Umgebung installativ zu intervienieren oder im Umfeld unternehmerischer, ökonomie-geprägter Handlungen und Wertesysteme subversiv tätig zu sein – Irritation als Methode der Wahrnehmungsschärfung und Orientierung des Blickes auf “Nebensächliches”, die Nutzung und Umwertung alltäglicher Gegenstände und Situationen, sowie vor allem das Wirken auf Kommunikation und soziale Dynamiken sind wiederkehrende Merkmale seiner Arbeiten.

Christof Salzmann (*1970) interessiert sich in seinen Arbeiten unter anderem für “Information” – sowohl ihrer alltagspraktischer Entitäten, als auch insbesondere die Phänomenologie ihrer Definitionen und Wertungen. Gesammelte Berichte über Eintagshelden oder Zeitungsseiten und Bilder, deren assoziative Logik man erst in ihrer Menge oder Herausstellung, sowie mit etwas Ruhe, Abstand und Anstand erkennen kann, sind dabei gleichwertige Elemente seiner künstlerischen Arbeit, wie auch zu einem Raumerlebnis verdichtete Objekte und Installationen.

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Das artsprogram etabliert künstlerische Praxis und neue Formen kunstbezogenen Handelns als Bestandteil von Lehre und Forschung an der Zeppelin University. Darüber hinaus werden extern Ausstellungen, Vorträge und Kunstinszenierungen mit wechselnden Partnerinstitutionen realisiert. Hier sollen radikale gegenwärtige künstlerische Positionen in neue Kontexte gestellt werden. Das artsprogram der Zeppelin University ist ein Veranstaltungsangebot an eine interessierte Öffentlichkeit.

Theater/Performance: Latte, Brownie, Milk – Ruediger John



Theater/Performance: Latte, Brownie, Milk – Ruediger John

Latte, Brownie, Milk
a play/performance as an experiment on reality for actors and audience
2006/2007, ca. 90 min.
by Ruediger John

Latte, Brownie, Milk combines elements of theater productions and performance art to stage and simultaneously conduct an experiment in selective information on reality for actors and the audience.

For several days the artist Ruediger John created a setup within a coffee shop that challenged the public audience as well as the actors to examine the different levels of self-perception within their acting by asking them to combine everyday rituals with theatrical gestures. A focus of this experiment was to create different perspectives on individual behavioural patterns in public rather than to intervene into social interactions.

By advertising the presentation as well as by showing modified excerpts of these performances to a consuming audience at BACKSCREEN a further contextualisation of the sampled material takes place.

“Perception means to distinguish between the seemingly false and the seemingly true.” (D. Granosalis)

March, 16th 2007
8:30 pm
admission: $8

BACKSCREEN @ BAM (Brooklyn Academy of Music) Rose Cinemas, 30 Lafayette Ave, Brooklyn, NY

CENTRAL PARK 1 AM at BAM (Brooklyn Academy of Music) Rose Cinemas



CENTRAL PARK 1 AM
a short movie on a walk through Central Park at night
1994/1997, ca. 35 min.
by Ruediger John

CENTRAL PARK 1 AM is a documentary-like short narration on a visit of Central Park New York at night while officially closed, creating a pensive and eerie atmosphere. Several places in the park, barely visible and abandoned, sharply lit by a night-vision system and a blend of distant sounds of the city with unidentified sources nearby create a tension of loneliness and the mysticisms of everyday occurrences amidst a modern Metropolis.

Filmed in 1994 by the artist Ruediger John while being invited to Columbia University and loosely referring to his narration with the same title, it was first aired on Manhattan Neighborhood Network (MNN) and on Queens Public Television (QPTV) and has since been shown on several occasions, in exhibitions and at art film festivals.

This screening is a teaser for the premiere of Ruediger Johns latest theater/performance work which will be staged at the BACKSCREEN (see separate announcement).

March, 15th 2007
6:30 pm
free admission

BACKSCREEN @ BAM (Brooklyn Academy of Music) Rose Cinemas, 30 Lafayette Ave, Brooklyn, NY

Publikation: Grundlagen, Modelle und Beispiele kunsttherapeutischer Dokumentation



›Grundlagen, Modelle und Beispiele kunsttherapeutischer Dokumentation‹
Peter Sinapius/Michael Ganß (Hgg.),
u.a. mit Ulrich Elbing, Klaus Flemming, Peter Petersen
Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2007

Ruediger John:
›Kunst und Kunsttherapie / Milieuspezifische Wirklichkeitskonstruktionen und systemische Definitionsunterschiede‹
http://artrelated.net/ruediger_john/kunst-und-kunsttherapie-definitionsunterschiede.html

Verlagstext:
Die Dokumentation kunsttherapeutischer Praxis ist der Ausgangspunkt für kunsttherapeutische Forschung. In diesem Band werden Grundlagen, Modelle und Beispiele der Dokumentation vorgestellt, die den Stand praxisorientierter Forschung in der Kunsttherapie widerspiegeln. Im Mittelpunkt stehen dabei Kriterien, die mit den spezifischen Bedingungen der Kunsttherapie einhergehen: Die Subjektivität und die individuellen Bedingungen kunsttherapeutischer Praxis sowie die wissenschaftstheoretischen und anthropologischen Voraussetzungen kunsttherapeutischer Dokumentation. Wer die kunsttherapeutische Praxis zum Ausgangspunkt der Dokumentation nimmt, berührt immer auch die Integrität des Anderen: … denn in der Art wie man über einen Menschen spricht, sagt man nicht nur etwas aus, sondern berührt man ihn auch. (Peer de Smit)

Aus dem Inhalt:
Peter Petersen: Geleitwort – Michael Ganß/Peter Sinapius: Vorwort – Peter Sinapius: Der Durchschnitt und der Einzelfall: Kunsttherapeutische Dokumentation zwischen Statistik und Poesie – Peter Petersen: Wie lässt sich künstlerisch – therapeutische Forschung gestalten? – Lebensrückblick eines «Zwölfenders» – Paolo Knill: Was verändert die Kunst in der Therapie, und wie? – Ruediger John: Kunst und Kunsttherapie / Milieuspezifische Wirklichkeitskonstruktionen und systemische Definitionsunterschiede – Heinfried Duncker: Salutogenetische Betrachtungen als Anforderungen für neue Methoden in der Dokumentation – Reinhold J. Fäth: Zum Problem der Subjektivität praxisrelevanter Kunsttherapieforschung – Barbara Narr: «Rankende Anmerkungen zur «poetischen Dokumentationsform» kunsttherapeutischer Arbeiten» – Klaus Flemming: Kunst als bildnerische Weltaneignung Metaphern des Lebens – Methoden zum Über-Leben? – Elisabeth Wellendorf: «Wie kommen die Bilder in den Kopf?» – Annika Niemann: Die Geste des Entscheidens oder Von der Gestaltung des Zwischenraums – Ute Knoop: «Du siehst was, was ich (noch) nicht sehe» oder von der Kunst die Perspektive zu wechseln – H. Gruber/J.P. Rose: Künstlerische Therapien im Spannungsfeld komplexer wissenschaftlicher Herausforderungen – Ulrich Elbing: Die Rolle der Gestaltung von konkreten Forschungskontexten für die Wissenschaftlichkeit kunsttherapeutischer Dokumentation – Norbert Knitsch: Experten im deutschen Theater – eine kritische Würdigung zur beruflichen Identität – Barbara Wichelhaus: Formative Evaluation in der Kunsttherapieforschung – Evelyne Golombek: «Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Dokumentieren» / Therapiedokumentation – ein lebendiges Reflexions- und Lerninstrument – Dagmar Wohler: Kunsttherapeutische Dokumentation hinsichtlich kunsttherapeutischer Ausbildung und Selbsterfahrung – Gunver S. Kienle: Zur Verbesserung der Qualität von Einzelfallberichten und Fallserien in der onkologischen Behandlung – Kriterien und Checkliste – Thomas Staroszynski: Der Nachvollzug der Bildentstehung als methodischer Ansatz zur Hypothesenbildung in kunsttherapeutischer Forschung – Eva Herborn: «Meine Bilder…» Aufzeichnung und Auswertung von Gesprächen mit Rheumakranken und Krebskranken.

Grundlagen, Modelle und Beispiele kunsttherapeutischer Dokumentation

ad utrumque paratus – Some Remarks On Aesthetic Possibilities Of Unfinished Works of Art



ad utrumque paratus
Some Remarks On Aesthetic Possibilities Of Unfinished Works of Art

RUEDIGER JOHN

Artist Statement & Talk
for NYU students and open to the public

New York University
Languages & Literature Building
19 University Place

Wednesday, September, 20th 2006 – 3:30 pm

In his statement the artist Ruediger John points out the intrinsic possibilities – or rather abilities – a work of art can have if it is still unfinished (or considered so).

“[…] Typically we rely on and value works of art that are already completed by the artist (unless there is a nice or tragic little anecdote why he or she was not able to finish it) – because we want to be sure e.g. a) it is worth the time to look at b) we can lean back to enjoy, judge and criticise c) it can be bought as it is d) and so forth. The crucial point is: We want to be secured about the character and impact of the piece of art. But what if an artist obviously does not give the audience this secured position? What if a work of art can bite you in the ass some time later – because it is developing its teeth while you already own it (as a simpler way of an interventionistic effect)? Or, more important, if a work of art uses its obviously unfinished characteristic to refer to, or rather inherit the qualities of what remains open and ‘unsolved’ as an additional source of ‘value’? But not to define every detail of a work can make it more dependable on influences of its surroundings (it is a problem every artwork faces – and most of all the classical form of painting does) – a contemporary artist has to incorporate this in the work during the process of creation […]” (Ruediger John in an interview with Paul Kovac)

He also talks about what happens if he employs elements and tactics used in performance art to create installative works in an interventionistic way (e.g. outside the preoccupied perspective of audiences in gallery spaces, museums and other ‘white cubes’) using camouflage and irritation to guide and focus the aesthetics of an audience – to ultimately broaden its experiences (maybe).

Family Values / Familienwerte / Valeurs de famille / Valores de la familia



RUEDIGER JOHN

Installative interventions in private nyc residences as a situative aesthetic approach on micro-politics in social subsystems.

At five venues in New York City, Manhattan (Upper East Side, Chelsea, Midtown, Greenwich Village, Hells Kitchen)

Tuesday, September, 19th to Monday, September, 25th 2006

“- Ever been to a private dwelling at Upper East Side, perhaps to one with a magnificent view on Central Park and a porch appropriate to the social position of its inhabitants? It might look like a pleasure to live there at first, but you shouldn’t judge too easily. The remnants of familiy traditions fill as furniture actually generous town lofts and are often accompanied by newer objects made to look alike; or interior designers have left undeniable traces in a permanent race to compete in what is representative and socially indispensable. But more things linger in the heads of some old-established family bonds, network of relatives, not to mention the neighbours – among them some stories you don’t want to know and topics you should better not come up with. But let’s have a look just at the furnishing and see what we can do about that…”

Along with an ongoing conversation with the inhabitants, the artist Ruediger John altered furnishings and interior design elements within the residences, added objects and parts to camouflage or as situative emphasises – according to his aesthetic approach of artistic work. Focused details by taking photos will become part of the permanently exhibited art.

This exhibition is part of a week-long series of events and meetings referring to the european turn-of-the-century intellectual salon culture. Curated by Paul Kovac, in five private spaces an invited audience will meet, participate, discuss and enjoy exhibited works of art, literature and music, performances and presentations. To be visited by invitation only.

http://artrelated.net/ruediger_john

KLARTRAEUMER



/ KLARTRAEUMER

Eine >Work in Progress< Inszenierung zwischen Theater und Performance. / Auffuhrungen: Freitag 01.09.06, Samstag 02.09.06 / 20 Uhr / / AkademieGalerie in der Unterführung der U-Bahn Haltestelle Universität, Ludwigstrasse, Geschwister-Scholl-Platz, München / Konzept: Ruediger John Inszenierung: Evelyn Hribersek & Ruediger John Darsteller: Nana Fritz, Andreas Mayer, Alexander Neuhaus, Claudia Raudszus, Susanne Raupach Bühnenbild: Evelyn Hribersek & Ruediger John Video: Ruediger John Technik: Andreas Brachwitz, Gösta Fischer, Karl-Heinz Kaulfuß Unterstützung Bühne & Kostüm: Astrid Amann "Klassisches Theater, das wird schnell klar, ist das nicht; Performance-Elemente dominieren. In kurzen Szenen stehen die Schauspieler auf der Bühne, auf der Wand dahinter flackern unscharfe Videos...das vorwiegend junge Publikum scheint sich wiederzuerkennen darin. Es nimmt teil, obwohl es nur zusieht, weiss, dass das nur Theater ist, obwohl es die eigenen Träume spiegelt... Als zu dröhnender Clubmusik zwei Schauspielerinnen knapp bekleidet im flackernden Licht tanzen, starren draussen Manner, auf dem Weg von der Arbeit oder zur Stammkneipe, herein..." * Suddeutsche Zeitung "Zuschauer irritieren, Erwartungen durchkreuzen...Der Bühnenaufbau... entpuppt sich als ausgetüftelte Kulisse...eine Live-Kamera überträgt das Geschehen aus der Unterführung in die Galerie...Der Zuschauer ist dabei nie vor Überraschungen gefeit: Hat er es sich gerade in der Galerie bequem gemacht und blickt auf die Bühne, klopft es hinter ihm an die Fensterscheibe: Das Stück geht plötzlich draussen weiter, alles dreht sich um 180 Grad. Auch die perplexen Passanten stehen nun auf einmal im Rampenlicht." * Münchener Merkur mehr: http://artrelated.net/ruediger_john/klartraeumer.html

Revising the Fashion Week Art Intervention / The Press on: Klartraeumer – Ruediger John



/ Revising the Fashion Week Art Intervention
/ Trends and fads of aesthetic surfaces

Let’s have a second look at the impact the Fashion Week had on Bryant Park. Share a late breakfast / early lunch with some of the girls & guys, models & managers, designers & disciples of the show. Paul Kovac and the artist Ruediger John have invited the ones they met at the event and are looking forward to enjoy a review of the interventionistic art action as well as gossiping about the folks of that watering hole (don’t forget to bring your rubber boots). The park will likely be an image of the city of decay itself.

Sunday, September 17th 2006 – 11:00 am
Bryant Park Deli, NE Corner, New York City

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the press on another event:

/ KLARTRAEUMER

A >Work in Progress< production connecting theatrical gestures and strategies of Performance Art. Eine >Work in Progress< Inszenierung zwischen Theater und Performance. Konzept: Ruediger John Inszenierung: Evelyn Hribersek & Ruediger John Darsteller: Nana Fritz, Andreas Mayer, Alexander Neuhaus, Claudia Raudszus, Susanne Raupach Bühnenbild: Evelyn Hribersek & Ruediger John Video: Ruediger John Technik: Andreas Brachwitz, Gösta Fischer, Karl-Heinz Kaulfuß Unterstützung Bühne & Kostüm: Astrid Amann "Klassisches Theater, das wird schnell klar, ist das nicht; Performance-Elemente dominieren. In kurzen Szenen stehen die Schauspieler auf der Bühne, auf der Wand dahinter flackern unscharfe Videos...das vorwiegend junge Publikum scheint sich wiederzuerkennen darin. Es nimmt teil, obwohl es nur zusieht, weiss, dass das nur Theater ist, obwohl es die eigenen Träume spiegelt... Als zu dröhnender Clubmusik zwei Schauspielerinnen knapp bekleidet im flackernden Licht tanzen, starren draussen Manner, auf dem Weg von der Arbeit oder zur Stammkneipe, herein..." * Suddeutsche Zeitung "Zuschauer irritieren, Erwartungen durchkreuzen...Der Bühnenaufbau... entpuppt sich als ausgetüftelte Kulisse...eine Live-Kamera überträgt das Geschehen aus der Unterführung in die Galerie...Der Zuschauer ist dabei nie vor Überraschungen gefeit: Hat er es sich gerade in der Galerie bequem gemacht und blickt auf die Bühne, klopft es hinter ihm an die Fensterscheibe: Das Stück geht plötzlich draussen weiter, alles dreht sich um 180 Grad. Auch die perplexen Passanten stehen nun auf einmal im Rampenlicht." * Münchener Merkur http://artrelated.net/ruediger_john/klartraeumer.html

Publikation: Unternehmen Kunst



›Unternehmen Kunst‹
Max Hollein (Hrsg.),
u.a. mit Greg Lynn, Carsten Nicolai, Hani Rashid, James Rosenquist, Julian Schnabel
Verlag Lindinger+Schmid, Regensburg, 2006

Ruediger John:
Gespräch zwischen Max Hollein und Ruediger John
(Auszug aus ›TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft‹)

Verlagstext:
Der Städel- und Schirn-Direktor Max Hollein etablierte sich innerhalb kürzester Zeit als Erfolgsgarant für spektakuläre und schlagkräftige Ausstellungskonzepte und zugleich als mächtigster Macher in der Frankfurter Museumslandschaft. Wer sonst also könnte besser das Unternehmen Kunst beleuchten und tiefe Einblicke in ihr kreatives Management vermitteln als der ebenso kompetente wie umtriebige Senkrechtstarter aus Österreich? Im neuen Statement-Band schreibt Hollein über Zeitaktuelles und Programmatisches, über Guggenheim, Schirn und Shopping, behandelt Ausnahmekünstler wie Sailstorfer, Schabus oder Schnabel und bietet kunstbetriebliche Beobachtungen sowie persönliche Bestandsaufnahmen. Eingestreute biographische Erzählungen vollenden die Textsammlung zu einer perfekt abgerundeten Wiener Melange, wärmstens zu empfehlen für jeden Feinschmecker mit Vorliebe für zeitgenössische Kunst vom Besten!

Unternehmen Kunst

INTERVENTION / AUSSTELLUNG / EXPOSITION – Ruediger John



INTERVENCIÓ / INTERVENCIÓN / INTERVENTION / INTERVENTION / INTERVENTION
EXPOSICIÓ / EXPOSITIÓN / AUSSTELLUNG / EXPOSITION / EXPOSITION

La prosa avorrida de la vida diària
La prosa aburrida de la vida diaria
Die langweilige Prosa des Alltags
La prose ennuyeuse de la vie quotidienne
The boring prose of everyday life

Ruediger John

eacb / Plaça de Castella, Barcelona, Espagna / Recepció de l’Obertura / Recepción de la Abertura / Eröffnung / Réception d’Ouverture / Opening Reception / Juny / Junio / Juni / Juin / June / 19. / 12:30h / Durada de l’Exposició a / Duración de la Exposición a / Ausstellungsdauer bis / Durée d’Exposition à / Exhibition Duration to / Julio / Julio / Juli / Juillet / July / 6. / Temps de l’Obertura / tiempos de la Abertura / Öffnungszeiten / Heures d’Ouverture / Opening Times / Dimarts-Dijous / Martes-Jueves / Dienstag-Donnerstag / Mardi-Jeudi / Tuesday-Thursday / 12h-18h

Eine Putzfrau, die auf den Linoleumböden der Gänge des Bürogebäudes naßglänzende Ornamente schreibt und sich über Gestaltung und Optimierungen Gedanken macht. ›Mein Sohn und ich sind schon abends zusammengesessen und haben überlegt, wieviel Boden man auslassen muß, damit man überhaupt von einem Ornament sprechen kann.‹

Ein Friseur, der, zusätzlich zu den Kunden seines bescheidenen Salons, die Bepflanzung auf der Verkehrsinsel am Platz frisiert; auch um festzustellen ob es einen Unterschied macht.
›Die alten Leute erzählen mir immer wieder die gleichen Geschichten…und außerdem bin ich gespannt, ob meine Opafrisur auch auf Büsche anwendbar ist.‹

Ein Hausmeister, der, indem er die Hauptsicherung herausdreht, jeden Tag einen Stromausfall nach festgelegtem Ritual inszeniert, um allen Betroffenen etwas Sicherheit zu bieten. ›Wir haben hier im Sommer sowieso öfter plötzliche Stromausfälle weil das Netz überlastet ist. Ich sorge dafür, indem ich meinen vorher ankündige, daß wenigstens einige davon nicht so überraschend kommen.‹

Ein Geschäftsführer, der den Angestellten einen Vortrag über seine Passion, die Zierfischzucht, hält. Erstens damit er sie zukünftig damit in Ruhe läßt und zweitens um seine Kunden zu prüfen. ›Die meisten interessiert das nicht besonders, aber ich freue mich darauf…Und lustig wird das sicher, wenn zwischendurch das Telefon klingelt und wir dem Kunden sagen er solle später nochmal anrufen, weil der Chef einen Vortrag über Zierfische hält.‹

Ein Kurator, der Drogen guter Qualität an die Besucher der Stadt verkaufen will und dabei nicht nur die Kunst meint. ›Der meiste Stoff, der an die Touristen verkauft wird, ist verdammt schlecht; man muss wissen, wo man Gutes für sein Geld bekommt…Drogen dienen ja dem Kontrollverlust, um auf andere Ideen zu kommen oder Neues zu erleben…als der Künstler mit immer mehr Leuten aus dem Haus sprechen und diese einbeziehen wollte, dachte ich an Chaos…Ruediger hat mir einen Vortragstext von John Cage über das Nichts zu lesen empfohlen, der spricht darin von der Kunst als Droge…und jetzt das.‹

Ein Künstler, der, nachdem er ausführlich mit den anderen geredet hat, zusätzlich einige Ausschnitte profaner Abbildungen von Stereotypen sowie eine Arbeit von vor zwölf Jahren zeigt. ›Auch obskure Riten gelten im Allgemeinen als vorbildlich, solange sie hierarchisch strukturierten, normativen Erwartungshaltungen entsprechen. Man kann die, oft aus dem Gefühl der Sicherheit entstehende, Langeweile genießen, indem man ihr nicht mit Unterhaltung im Sinne einer Ablenkung des Problembewußtseins begegnet, sondern dessen Intensität als bescheidenen Anfang des Entkommens aus einer Selbstbeschränkung, welche sicher vor möglicherweise enttäuschenden Erkenntnissen schützt, wirksam werden läßt.‹

A charwoman, who writes wet-shining ornamentations on the linoleum floors of the halls of the office building and is concerned about design and optimizations.
A hairdresser, who, in addition to the customers of his modest salon, fudges the planting on the traffic island at the place; also to determine whether it makes a difference.
A caretaker, who, by unscrewing the main fuse, produces each day a power failure according to a fixed ritual in order to offer some security to all people relevant.
A managing director, who gives the employees a lecture on his passion, the breeding of ornamental fish. First of all to stop annoying them in the future and secondly to test his customers.
A curator, who wants to sell drugs of good quality to the visitors of the city and does not only fancy art hereby.
An artist, who, after he talked much with the others, shows additionally some cutouts of everyday illustrations of stereotypes as well as a work he did 12 years ago.
›Even obscure rites are considered generally as exemplary, as long as they comply to structured hierarchical, normative expectations. One can enjoy this ennui, often caused by the feeling of security, not by counteracting it with entertainment in the sense of a diverson of problem consciousness, but by letting the intensity of it become effective as a modest beginning of escaping from that self-restraint which surely protects from possibly disappointing perceptions.‹

kommende Themen / prochains thèmes / coming topics
RELEASE – DVD-Edition, Works on Video 1991-1999
PUBLICATION – Corporate Cultural Responsibility and Artistic Practice
EXHIBITION – Reduction: Gesture vs. Attitude, NYC

Publikation: Raffinierter überleben – Strategien in Kunst und Wirtschaft



›Raffinierter überleben – Strategien in Kunst und Wirtschaft‹
(Kulturfabrik am Flutgraben)
Mari Brellochs/Henrik Schrat (Hgg.),
u.a. mit Dirk Baecker, Pierre Guillet de Monthoux, Fritz B. Simon, Matt Statler, Wendelin Küpers, Holger Kube Ventura
Kadmos Kulturverlag, Berlin, 2005

Ruediger John:
›Erweiterte Erkenntnisfähigkeit durch kulturelle Kontextualisierung – Der Künstler als Coach und Consultant in Unternehmen – Kriterien und Ansätze einer kritisch-ästhetischen Praxis‹
(Extended Cognitive Ability through Cultural Contextualisation – The Artist as Coach and Consultant in Corporations – Criteria and Dispositions of a Critical-Aesthetic Practice)
http://artrelated.net/ruediger_john/Erweiterte-Erkenntnisfaehigkeit.pdf
http://artrelated.net/ruediger_john/Extended-Cognitive-Ability-PV.pdf

Verlagstext:
Kann es eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Kunst und Wirtschaft geben, die sowohl künstlerischen als auch wirtschaftlichen Anforderungen gerecht wird? Themen wie Management kreativer Prozesse, Innovations- und Motivationsforschung und Lernprozesse in Organisationen fließen verstärkt in den wirtschaftlichen Diskurs ein. Der Markt wird als Ort wahrgenommen, der vom sozialen und kulturellen Verhalten der Kunden, Stakeholder und anderer Interessengruppen bestimmt wird. Unternehmen als dominierende gesellschaftliche Organisationsform rücken so auf verschiedene Weise in den Fokus der Kunst. Künstler gehen ihrerseits vermehrt dazu über, ihre Rolle als Dienstleister und Unternehmer in ihr künstlerisches Selbstverständnis zu integrieren. Darüber hinaus verbinden sich soziale Verantwortung, Lernfähigkeit und Nachhaltigkeit Fragestellungen, die sowohl im wirtschaftlichen als auch im künstlerischen Kontext diskutiert werden. Das Buch vergleicht verschiedene Perspektiven dieses Diskurses und arbeitet Trennlinien und Schnittstellen zwischen Kunst und Wirtschaft heraus.

Raffinierter überleben – Strategien in Kunst und Wirtschaft

Publikation: Künstlerische Bildung nach Pisa



›Künstlerische Bildung nach Pisa‹
(Zentrum für Kunst und Medientechnologie ZKM/MNK, Landesakademie Schloß Rotenfels)
Joachim Kettel/Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK)/Landesakademie Schloß Rotenfels (Hgg.), u.a. mit Christine Biehler, Christiane Jürgens, Ingrid Merkel, Karl-Josef Pazzini, Hanne Seitz
Athena Verlag, Oberhausen, 2004

Ruediger John:
›Objekt Subjekt Prädikat‹
http://artrelated.net/ruediger_john/objekt-subjekt-praedikat.html

Verlagstext:
Der vorliegende Band versammelt Beiträge des internationalen Symposiums »Mapping Blind Spaces – Neue Wege zwischen Kunst und Bildung. Zur Künstlerischen Bildung nach Pisa«.

Dieses Symposium zur universitären, schulischen und außerschulischen künstlerischen Bildung als Ressource individueller und gesellschaftlicher Entwicklung fand im Oktober 2003 im Museum für Neue Kunst im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und an der Landesakademie Schloss Rotenfels, Gaggenau/Bad Rotenfels statt.

Mindestens seit Beginn der 90er Jahre wird in der kunstpädagogischen und kunstdidaktischen Diskussion ein neues Paradigma immer unüberhörbarer, das sich deutlich von den bisherigen diskursbestimmenden Paradigmen und Begründungszusammenhängen distanziert, und in seiner Konzeption der künstlerischen Bildung eine radikale Neubestimmung vor dem Hintergrund sich rapide wandelnder gesellschaftlicher Herausforderungen, vor allem in der Kultur und den Künsten, aber auch den Sozialwissenschaften, der Pädagogik, Philosophie und den Kognitionswissenschaften entwirft.

Die in diesem Band versammelten Beiträge erforschen aus unterschiedlichen disziplinären Blickrichtungen die immense Potenzialität und paradigmatische Bedeutung von Prozessen, Methoden und Strategien der künstlerischen Bildung für die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung. Die künstlerische Bildung wird auf diese Weise als Korrektiv und Ergänzung zu den in den internationalen Bildungsstudien ermittelten Ergebnissen in den gesellschaftlichen Bildungsdiskurs eingebracht, mit dem Hauptziel, vielfältige Untersuchungen der bildenden Potenziale anzuregen und die gesellschaftliche Wahrnehmung der Bedeutung der künstlerischen Bildung für individuelle und gesellschaftliche Entwicklungs- und Gestaltungsprozesse zu verstärken.

Dies erhält besondere Relevanz vor dem Hintergrund der aktuellen bildungspolitischen Diskussion über die Entwicklung nationaler Bildungsstandards, Kompetenzprofile und die Weiterentwicklung von Schulen sowie des Schulsystems hin zur »operativ eigenständigen Schule/Ganztagsschule«. Hierzu haben die namhaften deutschen Spitzenverbände der schulischen und außerschulischen ästhetisch-künstlerisch-kulturellen Bildung umfangreiche Einzelstudien in den vorliegenden Band eingebracht.

Im Zentrum dieser Publikation stehen die Förderung von Lernfähigkeit und die Ausbildung von Schlüsselkompetenzen im Spannungsfeld universitärer, schulischer und außerschulischer künstlerischer und/oder kunstpädagogischer Transformationsarbeit – auch für die hierin involvierten Lehrenden.

Unter dem Motto »Vernetzte Wege zwischen Kunst und Bildung« wurde im Rahmen des Symposiums ein Workshoptag durchgeführt, der die Idee einer inhaltlichen Vernetzung theoretischer, künstlerischer und schulischer Felder in unterschiedlichen Themenmodulen aufgriff, um im interaktiven Prozess über die institutionellen Grenzen der Arbeitsbereiche hinweg an innovativen Bildungskonzepten zu arbeiten.

Der Schwerpunkt wurde dabei auf die Erprobung und Diskussion verschiedener Ansätze, Themenstellungen, Methoden und Strategien der künstlerischen Bildung vornehmlich in schulischen Vermittlungsexperimenten gelegt. Das Veranstaltungsdesign des Workshoptages sollte selbst zu einem Entwurf neuer Lehr- und Lernformen werden und wird in den diversen Beiträgen zu den Workshops anschaulich dokumentiert.

Angesichts einer vielfältig ausgeprägten kulturell-künstlerischen Bildungslandschaft werden im vorliegenden Band in exemplarischer Weise die verschiedenen Vermittlungskontexte dargestellt und ihre künstlerisch arbeitenden Akteure zum Sprechen und Handeln gebracht. Anhand konkreter Praxis-Projekte erhalten Lernorte und ihre Vernetzung in gesellschaftlich-lebensweltlichen Kontexten, künstlerische Vermittlungsstrategien und Lernende selbst sowie ihre individuellen Bildungsprozesse, Qualität und Nachhaltigkeit ihres Lernens, besondere Aufmerksamkeit.

Ebenso hinsichtlich möglicher Synergien und Vernetzungsstrukturen zwischen den jeweiligen Orten der kulturell-künstlerischen Bildungskartografie(n), ihres vertieften Austauschs und ihrer Zusammenarbeit – über systemische Grenzen und Logiken hinweg. Deshalb werden in diesem Band neben kunstpädagogischen gerade auch künstlerische Vermittlungsprojekte in gesellschaftlich-lebensweltlichen Kontexten, die von Seiten der Künstlerinnen und Künstler initiiert, durchgeführt und evaluiert wurden, vorgestellt und auf ihren künstlerischen Bildungsgehalt befragt.

Schließlich werden hiermit auch Fragestellungen nach weiterer beruflicher Professionalisierung der im Schnittstellenbereich arbeitenden Vermittlerinnen und Vermittler sowie die Ausprägung spezifischer Kompetenzprofile für fruchtbare und nachhaltige künstlerische Bildungsprozesse aufgezeigt.

Eine Kooperation der Internationalen Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK) und der Landesakademie für Schulkunst, Schul- und Amateurtheater Schloss Rotenfels. In Zusammenarbeit mit dem Museum für Neue Kunst im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe sowie dem Bund Deutscher Kunsterzieher (BDK), dem Bundesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen (BJKE), der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (BKJ) und der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren.

Beiträge von:
Kunibert Bering, Christine Biehler, Ina Bielenberg, Burkard Blümlein, Rainer Braxmeier, Christof Breidenich, Christiane Brohl, Eberhard Brügel, H.C. Rainer Büchner, Carl-Peter Buschkühle, Ralf Christofori, Karin Danner, Mechthild Eickhoff, Karl Frank, Michael Fritz, Stella Geppert, Ragani Haas, Claudia Hefer-Hartmann, Klaus Heid, Ulrich Heimann, Michael Herczeg, Norbert Hilbig, Stefan Hölscher, Ingrid Höpel, Susanne Hofmann, Dieter Hummel, Ruediger John, Christiane Jürgens, Paul* Manfred Kästner, Britta Kaiser-Schuster, Peter Kamp, Helmuth Kern, Hans Konrad Koch, Heiner Keupp, Joachim Kettel, Edmund Kösel, Michael J. Kolodziej, Stefanie Marr, Björn Maurer, Hans-Georg Mehlhorn, Ingrid Merkel, Margot Müller-Hecker, Horst Niesyto, Karl-Josef Pazzini, Claudia Pella, Stefan Peter, Martin Pfeiffer, Martti Raevaara, Gerald Raunig, Günter Regel, Daniela Reimann, Uta M. Reindl, Michael Scheibel, Simone Schmidt-Apel, Claudia Schönherr-Heinrich, Hanne Seitz, Reimar Stielow, Christine Stöger, Klaus-Martin Treder, Mario Urlaß, Dieter Warzecha, Silke Wießner, Thomas Winkler, Gerd-Peter Zaake, Wolfgang Zacharias, Wolfgang Zinggl.

Künstlerische Bildung nach Pisa

Was kann die Kunst? Einladung



Das Zeppelin Museum Friedrichshafen und Kunst im Kasten (KIK)
laden Sie ein zu

Was kann die Kunst ?

Diskussionsveranstaltung
über aktuelle Perspektiven
auf künstlerisches Handeln

Freitag 8.Oktober 19.30 – 21 Uhr
Zeppelin Museum Friedrichshafen Seestraße 22

> im Salon der rekonstruierten Hindenburg

Einladung: http://www.kikfn.de/download/was-kann-die-kunst.pdf

In den letzten beiden Jahrzehnten sind Kunst und Wirtschaft vermehrt miteinander in Kontakt gekommen. Neben den traditionellen Zugängen von Wirtschaftsunternehmen zur Kunst – Kunst zur repräsentativen Ausgestaltung und als Wirtschaftsfaktor, Kunst als Imageträger, als Event oder als Teil der regionalen Standortförderung – sind zunehmend neue Formen der Kooperation zu beobachten.
Umgekehrt suchen seit einigen Jahren zahlreiche Künstler die Nähe zur Wirtschaft und übernehmen von dort Inszenierungsformen. So greift man seit den 90er Jahren – auch infolge eines erweiterten und gelockerten Werkbegriffs – unternehmerische Prinzipien, Strategien, Rollen oder Modelle leitbildhaft oder kritisch auf.
Dieses Begleiten und Reflektieren gesellschaftlicher Entwicklungen durch die Kunst, die Ausweitung ihrer Handlungsfelder und die damit verbundenen Rückwirkungen auf den Kunstbegriff sollen in einem Dialog zwischen Experten aus Kunst Wirtschaft und Wissenschaft und dem Publikum untersucht werden. Das Zeppelin Museum Friedrichshafen ( Museum für Technik und Kunst ) und Kunst im Kasten (KIK) – laden Sie herzlich zum gemeinsamen Gespräch.

Teilnehmende
Matthias Lenz ZF-Kulturstiftung, Friedrichshafen
Prof. Dr. Karen van den Berg Zeppelin University, Friedrichshafen
Dr. Wolfgang Meighörner Zeppelin Museum Friedrichshafen
Ruediger John Gesellschaft für kritische Ästhetik, Baden-Baden

Einleitung und Moderation
Ulrike Shepherd Kunst im Kasten (KIK), Friedrichshafen

Publikation: Der Berg



›Der Berg‹
Hans Gercke (Hrsg.),
Kehrer Verlag, Heidelberg, 2002
u.a. mit Andy Warhol, Arnulf Rainer, Bernd Koberling, Dieter Roth, Gerhard Richter, Günter Uecker, Joseph Beuys, Marcel Broodthaers, Sigmar Polke, Ugo Dossi, Wolfgang Mattheuer, Ruediger John

Ruediger John:
›Bemerkung zu Berg/annotation on mountain‹

Verlagstext:
Berge haben die Menschen von jeher fasziniert. Sie galten als Sitz der Götter, als Verbindung zwischen Himmel und Erde, als Hemmnis und Herausforderung. Künstler aller Epochen und aller Stilrichtungen haben sich mit dem Thema »Berg« befasst. Das hier vorliegende Buch, erschienen anlässlich einer umfangreichen Ausstellung des Heidelberger Kunstvereins (Oktober 2002 bis Februar 2003), darf als Kompendium zum Bergmotiv gelten.
Markante Beispiele aus der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne führen in das Thema ein, darunter Ernst Fries, Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Gabriele Münter, Carl Rottmann, Giovanni Segantini, Karl Schmidt-Rottluff und Carl Spitzweg. Den Schwerpunkt bilden aktuelle künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema »Berg«. Mögliche Assoziationen, Klischees und Vorstellungen werden verarbeitet und kritisch hinterfragt. Dabei bedienen sich Künstler verschiedenster Medien: Neben Malerei und Skulptur werden Fotografien, Videoarbeiten, Installationen und Performances gezeigt. Die Künstlerliste umfasst hochrangige Namen der Kunst der Gegenwart, etwa Joseph Beuys, Ralph Fleck, Nan Hoover, Anish Kapoor, Bernd Koberling, Sigmar Polke, Arnulf Rainer, Gerhard Richter, Mimmo Roselli, Dieter Roth, Emil Schuhmacher, Timm Ulrichs. Darüber hinaus gibt es gipfelstürmerische Positionen ganz junger Künstler zu entdecken. In 18 Essays zeichnen renommierte Autoren die Entwicklung des Bergthemas in verschiedenen Epochen und Kulturen nach. Die Spannweite reicht von den Funktionen des Bergmotivs in mittelalterlichen Gemälden bis hin zu seiner Vermarktung in der modernen Werbung; vom Berg als Gerüst der Welt in der ostasiatischen Kunst bis hin zur ungebrochenen »Heidi«-Sehnsucht heutiger Großstädter. Der Katalogteil stellt die Arbeiten von mehr als 100 Künstlern (darunter Ugo Dossi, Joseph Beuys, Marcel Broodthaers, Bernd Koberling, Wolfgang Mattheuer, Sigmar Polke, Arnulf Rainer, Gerhard Richter, Dieter Roth, Günter Uecker, Andy Warhol) in ganzseitigen Farbabbildungen vor, ein ausführlicher Text mit Künstlerbiografie und Literaturhinweisen begleitet jede Abbildung.

This catalog is an artistic and literary homage to one of natures most fascinating phenomena: the Mountain. It covers a wide scope of artistic positions: from paintings of the 19th century on to contemporary works of art revolving around the topic. Sixteen insightful essays, covering issues like the mountain in the Middle Ages or in early advertising campaigns, make this book a great inspiration and valuable addition on the topic.

Der Berg

zur ART KARLSRUHE: MEHR WERT – Künstler, Unternehmer und Wissenschaftler im Dialog



5. März 2004 17-19 Uhr
art Karlsruhe / Messe Karlsruhe / Messegelände / 76287 Rheinstetten

Podiumsdiskussion in der Reihe: MEHR WERT Künstler, Unternehmer und
Wissenschaftler im Dialog

KONSUM und MARKETING – Kunst als kultureller und ökonomischer Faktor?

Prof. Volker Albus
Professor für Produktdesign, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

Prof. Dr. Bruno Neibecker
Institut für Entscheidungstheorie und Unternehmensforschung, Universität
Karlsruhe, Fachgebiet Marketing

Prof. Wolfgang Ullrich
Kunsthistoriker, Gastprofessor für Kunsttheorie, Hochschule für bildende
Künste Hamburg

Moderation: Claudia Pohl / Reto Krüger

weiter unter: http://www.critical-aesthetics.org

Publikation: TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft



›TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft‹
Klaus Heid, Ruediger John (Hgg.),
u.a. mit Prof. Dr. Michael Bockemühl, Prof. Dr. Gernot Böhme, Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, Max Hollein, Prof. Dr. Karl-Heinz Kohl, Prof. Michael Lingner, Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
[sic!] Verlag für kritische Ästhetik, Baden-Baden, 2003

Verlagstext:
TRANSFER: ist das Ergebnis künstlerischer Forschungsarbeit und bietet eine aktuelle Bestandsaufnahme des praktischen Transfers sowie von Kooperationen zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft. Das Buch versammelt Interviews und Beiträge von 25 Experten aus Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft. Diese verbindet die Fragestellung, welche Rolle die Kunst für die gesellschaftliche Alltagspraxis hat.

Mit Beiträgen von: Michael M. Berger, Prof. Dr. Michael Bockemühl, Prof. Dr. Gernot Böhme, Michael Brater, Simonetta Carbonaro, Dimitrios Chalatsis, Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, Klaus Heid, Max Hollein, David Hornemann, Ruediger John, Nadja Koch, Prod. Dr. Karl-Heinz Kohl, Prof. Michael Lingner, Dorcas Müller, Mathis Neidhart, Prof. Dr. Birger P. Priddat, Bettina Reichmuth, Enno Schmidt, Prof. Dr. h. c. Lothar Späth, Nadine Trossen, Dr. Christian Votava, Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, Johannes Wiek, Frank Wilhelmi

Rezensionen:
Die Situation in der Berufswelt ist manchmal recht paradox. Einerseits wird von dem Einzelnen ein Höchstmaß an Spezialisierung verlangt: Ein Universalgelehrter des 19. Jahrhunderts würde mit seinem Wissen an den heutigen Hochschulen noch nicht einmal die Zwischenprüfung schaffen. Andererseits gibt es keine linearen Erwerbsbiografien mehr: Von jedem wird verlangt, dass er flexibel auf gesellschaftliche Veränderungen und Anforderungen reagiert, auch in fortgeschrittenem Alter noch neue Kulturtechniken erlernt und sich den Erfordernissen des globalisierten Turbokapitalismus anpasst. Das sei »ein Spagat, der dem Einzelnen in persönlicher und professioneller Hinsicht nur schwer gelingt«, bilanzieren Klaus Heid und Ruediger John. Die Frage, ob die Kunst hier eine »vermittelnde und gestaltende Funktion übernehmen könne«, beantworten die beiden Autoren in ihrem Buch »TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft« mit einem eindeutigen »Ja«. Der Karlsruher Künstler Klaus Heid und sein Mitherausgeber Ruediger John dokumentieren gemeinsam mit 25 Experten Beispiele einer praktischen Kooperation zwischen Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft.
Kunstforum Bd. 166, »Biennale«, Jürgen Raap
TRANSFER: verbindet Fragestellungen, welche Rolle die Kunst für die gesellschaftliche lebenspraxis hat, welche Impulse transdiziplinäre Kooperationen entwickeln können und welcher kulturelle und ökonomische Mehrwert dabei erzeugt werden kann.
kultur politik, BBK, 2 2/2004
TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft bietet eine aktuelle Bestandsaufnahme des praktischen Transfers sowie von Kooperationen zwischen Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft.
Artist Kunstmagazin, 55 2/2003
Hinaus aus der Kunst, hinein in die Wirklichkeit
Von Interdisziplinarität wird viel geredet, gerade in einer sich erneuernden Kunstpädagogik, die sich unter dem Druck realer Schulverhältnisse vielerorts in Fächerverbänden mit anderen benachbarten Fächern wieder findet und mit diesen zusammen projektorientierten Unterricht durchzuführen hat. Doch auch in der Kunst selbst zeigen sich seit vielen Jahren verstärkte Tendenzen zur Wiederannäherung an verschiedene Wissenschaften. Oft geschieht das in sehr durchsichtiger und dilettantischer Weise, was weder der Kunst noch den Wissenschaften bekommt. Oft geschieht es auch unter dem postmodernen Siegel der Wissenschaft als Kunst in sehr anmaßender Weise: Statt zu einem intensivierten Bezug zu Wahrheit und Wirklichkeit führt das dann nur zu einer neuen Beliebigkeit und zu forciertem Subjektivismus, zu parasitären Melangen, in denen Wissenschaft und Wahrheit mehr und mehr zur Attrappen ihrer selbst verkommen und sich Künstler vor einem inkompetenten Szene-Publikum als allüberall Bescheid wissende Wissenschafts- und Forschungs-Scharlatane aufspielen. Die neoromantischen Ideologeme von Beuys haben hier verheerend gewirkt, viele Hirne verdorben und mit kunstreligiösem Kleister verklebt. Unter dem Etikett künstlerische Forschung kursieren viele Mogelpackungen, in denen weder Kunst noch Forschung drin ist, sondern nur Kuriositäten im postmodern-multikulturellen Beliebigkeitenkabinett. Das ist einer der vielen Negativeeffekte einer postmodernen Kultur, in der es angeblich nichts mehr geben soll, was es nicht gibt. Der vorliegende Band führt in dieses schlüpfrige Terrain hinein – so denkt man zunächst -, wird dann aber positiv überrascht. Denn vielmehr findet man hochinteressante Beiträge, die überhaupt nichts mit dem egomanisch, subjektivistisch und genialisch verkommenen Künstlerbild zu tun haben, sondern mit harter, solider und realistischer Arbeit an sozialen und wirtschaftlichen Prozessen. Da wird z B. ein soziologisches Forschungsprojekt vorgestellt, in dessen Rahmen die berufliche Ausbildung der Mitarbeiter der dm-Märkte mithilfe künstlerischer Handlungsmodelle reformiert wird. Oder wir erfahren von einer Psychologin und einem Wirtschaftsberater etwas über neue Konzepte der Unternehmenskultur in dessen Rahmen sich alle Beteiligten – Hersteller, Verkäufer und Kunden, als eine identitätsstiftende community verstehen solIen. Oder wir lernen das Projekt kennen, in dessen Rahmen künstlerische Kernkompetenzen genutzt werden, um die Verfahrensweisen des Unternehmenscontrollings zu innovieren. Kurz: Hier ist viel von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Prozessen die Rede und diese Rede wird überwiegend vorgetragen von ausgewiesenen (kunstfremden) Fachleuten, die sich mit künstlerischen Methoden beschäftigen, um Defizite in wirtschaftlichen, politischen und sozialen Denkstrukturen auszugleichen. Ich darf gestehen: Dieses Buch hat mich mehr interessiert und hoffnungsfroher auf das künftige Aufgabenfeld der Kunstpädagogik blicken lassen als dutzende von Kunstzeitschriften und Kunstkatalogen der letzten Jahre.
Kunst+Unterricht Heft 273, Juni 03, Hubert Sowa

TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft

TRANSFER: Buchvorstellung in der NGBK



Zur Buchvorstellung von »TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft«
und Gesprächsmöglichkeit mit den Herausgebern Klaus Heid und Ruediger John
möchten wir Sie herzlich einladen:

Samstag 24.5.2003, 21:30 Uhr – Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK)

TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft
Kooperationen zwischen den Disziplinen und der Wissenstransfer sind in der heutigen »Wissensgesellschaft« von zentraler Bedeutung. Denn in der Arbeits- und Berufswelt, auch im Bereich der Forschung, erleben wir eine paradoxe Situation: Einerseits wird vom Einzelnen eine verstärkte Spezialisierung innerhalb seines Tätigkeitsfeldes, andererseits mehr Flexibilität gefordert – ein Spagat, der dem Einzelnen in persönlicher und professioneller Hinsicht nur schwer gelingt. Kann die Kunst hier vermittelnde und gestaltende Funktionen übernehmen?

künstlerische Forschungsarbeit – Transdisziplinarität
Klaus Heid und Ruediger John, die Herausgeber des neu erschienenen Buches »TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft«, beantworten diese Frage mit einem eindeutigen Ja. Sie zeigen, gemeinsam mit 25 Experten auf fast 300 Seiten Beipiele praktischer Kooperationen zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft auf. Aus ihrer künstlerischen Forschungsarbeit heraus haben sie einen neuen Begriff für transdisziplinäre Kooperationen mittels künstlerischer Kompetenzen definiert: »Transferkunst«.

Transferkunst
Transferkunst kann wesentliche Schlüsselfunktionen innerhalb der modernen Wissensgesellschaft erfüllen: Sie trägt zum Erkenntnisgewinn bei, gestaltet dessen Vermittlung und unterstützt die Integration in die alltägliche Lebenspraxis. Künstlerische Kompetenz kann so als ein Katalysator verstanden werden, der gesellschaftlichen, ökonomischen oder wissenschaftlichen Prozessen Dynamik verleiht und ihnen kritische, innovative und nachhaltige Impulse gibt.

künstlerische Kompetenz
Für Wirtschaft und der Wissenschaft bietet sich die Chance, von qualifizierter künstlerischer Kompetenz zu profitieren. Der Mehrwert, der daraus entsteht, ist nicht nur ein ökonomischer, sondern ein im umfassenden Sinn kultureller. Dies verdeutlicht »TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft« in spannend zu lesenden Interviews und vertiefenden Textbeiträgen. Ausgehend von ihrer langjähringen Praxis bieten die Herausgeber auch eine Auswahl von »TRANSFER:Leistungen« an.

Publikation
Klaus Heid, Ruediger John (Hrsg.)
»TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft«
ISBN 3-933809-46-0
[sic!] – Verlag für kritische Ästhetik
Euro 18,50 (Deutschland); Euro 20,00 (übrige EU); CHF 40 (Schweiz)

Weitere Informationen, Leseprobe und Lesermeinungen unter
http://artrelated.net/sic

NGBK Neue Gesellschaft für Bildende Kunst
Oranienstraße 25, D 10999 Berlin
T: +49-(0)30-615 30 31, F: +49-(0)30-615 22 90
web: http://www.ngbk.de

TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft



TRANSFER: ist Mehrwert:
Neue operative Felder für die Kunst
neue Impulse für die Wirtschaft
neues Know-how für die Wissenschaft und
neue Perspektiven für die gesellschaftliche Lebenspraxis.

Klaus Heid, Ruediger John (Hrsg.)
TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft

286 Seiten mit fundierten, informativen und kontroversen Statements von 25 Experten zum Verhältnis von Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft. Ab sofort im Buchhandel oder unter http://artrelated.net/sic erhältlich.

Prof. Dr. Gernot Böhme, Philosoph, Universität Darmstadt
Dr. Michael Brater, GAB München (Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung)
Simonetta Carbonaro, Dr. Christian Votava, Realise Strategic Consultants, Karlsruhe
Dimitrios Chalatsis, Nadja Koch, bildende Künstler, Produzentengalerie Poly, Karlsruhe
Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, Wissenschaftshistoriker, Universität Konstanz
Klaus Heid, bildender Künstler, Karlsruhe
Max Hollein, Direktor der Schirn Kunsthalle, Frankfurt a.M.
Ruediger John, bildender Künstler, Baden-Baden
Prof. Dr. Karl-Heinz Kohl, Ethnologe, Frobenius-Institut, Frankfurt a.M.
Prof. Michael Lingner, Künstler/Theoretiker, Hochschule für bildende Künste Hamburg
Dorcas Müller, bildende Künstlerin, Karlsruhe
Mathis Neidhart, bildender Künstler, künstlerischer Prozessbegleiter bei der DaimlerChrysler AG, Stuttgart
Enno Schmidt, bildender Künstler, Unternehmensbegleiter, Frankfurt a.M.
Prof. Dr. h.c. Lothar Späth, Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG, Jena
Nadine Trossen, Prof. Dr. Michael Bockemühl et al., Universität Witten/Herdecke
Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, Germanist und Komparatist, Universität Tübingen
Frank Wilhelmi, Vorstandsvorsitzender der Wilhemi Werke AG, Lahnau

TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft bietet eine aktuelle Bestandsaufnahme des praktischen Transfers sowie von Kooperationen zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft. Das Buch versammelt Interviews und Beiträge von 25 Experten aus Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie verbindet die Fragestellung, welche Rolle die Kunst für die gesellschaftliche Lebenspraxis hat, welche Impulse transdisziplinäre Kooperationen entwickeln können und welcher kulturelle und ökonomische Mehrwert dabei erzeugt werden kann.

TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft ist sowohl Dokumentation, als auch Lesebuch. Es bietet vielfältige Einstiegsmöglichkeiten, sei es über Interviews oder Expertenbeiträge. Ein Glossar mit Erläuterungen zu wichtigen thematischen Schlüsselbegriffen, darunter dem von den Herausgebern neu geprägten Terminus »Transferkunst«, rundet die Publikation ab.

Das Buch richtet sich nicht nur an Spezialisten, sondern an kulturell-kreative Menschen. Es dokumentiert einen unkonventionellen, künstlerischen Forschungsansatz und dient als Anregung für eine innovative, praxisorientierte Vernetzung von Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft.

Die Herausgeber Klaus Heid und Ruediger John sind bildende Künstler. Ihre Arbeitsfelder sind die kritisch-ästhetischer Beratung, interventionistische Strategien und künstlerische Forschungsarbeit.

Daten
Titel: TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft
Herausgeber: Klaus Heid, Ruediger John
Verlag: [sic!] – Verlag für kritische Ästhetik
ISBN 3-933809-46-0
286 Seiten, 16 Abbildungen
Preis: 18,50 Euro

http://artrelated.net/sic

kFP/02 – Künstlerhaus Dortmund 06.09.02-03.10.02



kFP/02 künstlerisches Forschungsprojekt
zu künstlerischer Tätigkeit und gesellschaftlicher Lebenspraxis
von Klaus Heid, Ruediger John und An Seebach

kFP/02 ist ein Forschungsprojekt zum Verhältnis von Kunst und Gesellschaft. Untersucht werden die Transfer- und Integrations-Leistungen künstlerischer Tätigkeit im Kontext von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sowie ihr Verhältnis zur gesellschaftlichen Lebenspraxis.

kFP/02 Termine auf einen Blick:
Pressekonferenz: 5. September 2002 11:00 Uhr
Zeitraum des Forschungsprojekts: 20. Januar – 5. September 2002
Eröffnung der Präsentation: 6. September 2002 20:00 Uhr
Grußwort: Stadtrat Jörg Stüdemann Dezernent für Kultur, Sport und Freizeit
Statements: Forschungsgruppe kFP/02
Sonderschau: 28. September 2002 19:30 – 02:00 Uhr
Zeitraum der Präsentation: 6. September – 13. Oktober 2002

Das Forschungsprojekt, das seit Januar 2002 von den Künstlern Klaus Heid, Ruediger John (beide Karlsruhe) und An Seebach (Künstlerhaus Dortmund) durchgeführt wird, untersucht aktuelle Tendenzen und Perspektiven für innovative Kooperationsmodelle zwischen Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Darüber hinaus stellt es den Entwurf für ein “Institut für künstlerische Forschung“ vor.

Vorgeschichte

kFP/02 – kurz für: künstlerisches Forschungsprojekt 2002 – wurde durch den Gesprächskontext “Kommunizierende Röhren – ein Projektstipendium im Künstlerhaus Dortmund“ angestoßen. Auf der Suche nach geeigneten Strukturen, möglichen Inhalten und Kooperationspartnern für ein solches im weitesten Sinne interdisziplinäres Stipendium beauftragten die Initiatoren Ende 2001 Klaus Heid, Ruediger John und An Seebach mit einer künstlerischen Voruntersuchung und anschließenden Präsentation. Seit Januar 2002 firmiert das Forschungsprojekt unter dem Namen kFP/02.

Recherche und Ergebnisse

Zahlreiche Fachleute aus Polititk, Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst wurden seit März 2002 von der Forschungsgruppe kFP/02 zu ihren Arbeitsfeldern und deren Schnittstellen zu anderen Disziplinen und zur Gesellschaft befragt. Die Antworten der Gesprächspartner vermitteln wichtige Einsichten und Einschätzungen zur Interdiziplinarität zwischen Kunst und anderen gesellschaftlichen Bereichen. Ein erstes Ergebnis der Untersuchungen ist, dass die Forschungsgruppe kFP/02 inzwischen von der Idee einer üblichen Stipendienvergabe abgekommen ist und ein Institut für künstlerische Forschung in Grundzügen entworfen hat. In diesem Institut sollen Kooperationen zwischen Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik entwickelt und umgesetzt werden.

Präsentation und Kooperation

Die aktuelle Präsentation im Künstlerhaus Dortmund basiert auf den ersten Ergebnissen der Recherche. Statements und Auszüge aus den Gesprächen und aus ihnen
erschlossene, assoziierte Themenfelder werden der öffentlichkeit vorgestellt. Die Präsentation versteht sich dabei als prozesshafte Zwischenstation einer längerfristig angelegten Forschungstätigkeit, deren offene Form das Publikum zur eingehenden Diskussion einlädt. Sie dient darüber hinaus der Vorbereitung und Strukturierung der voraussichtlich im Januar 2003 erscheinenden Publikation zum künstlerischen Forschungsprojekt kFP/02. Ein Teil der Präsentation, die in Zusammenarbeit mit weiteren kFP/02-Projektmitarbeitern aus kunstfremden Diziplinen realisiert wurde, ist die kFP/02-Partner-Lounge. In exklusivem Ambiente können Unternehmen ihr Logo platzieren und eine attraktive, kulturell interessierte Zielgruppe ansprechen. Die Lounge reflektiert nicht nur Sponsoring-Mechanismen im Kunstkontext, sie dient vor allem als Gesprächsort für Unternehmer, Wissenschaftler und Künstler, um gemeinsam mögliche Kooperationen auszuloten.

kFP/02 Termine auf einen Blick

Pressekonferenz: 5. September 2002 11:00 Uhr
Zeitraum des Forschungsprojekts: 20. Januar – 5. September 2002

Eröffnung der Präsentation: 6. September 2002 20:00 Uhr
Grußwort: Stadtrat Jörg Stüdemann Dezernent für Kultur, Sport und Freizeit
Statements: Forschungsgruppe kFP/02
Sonderschau: 28. September 2002 19:30 – 02:00 Uhr
Zeitraum der Präsentation: 6. September – 13. Oktober 2002

geöffnet: do-so 16:00-19:00 Uhr
Plakataktion in der Dortmunder Innenstadt: 3.9. – 23.9.2002 ganztägig

Programm anläßlich der 2. Dortmunder Museumsnacht am 28. September 2002

im Detail:

kFP/02
Kreativ-Workshop für Manager
16:00-18:00 Uhr
Manager und Geschäftsleute entdecken unter Anleitung von Kindern ihr kreatives Potential. Impulse entstehen aus dem direkten und spontanen Dialog zwischen Unternehmern und Kindern. Aus der Leichtigkeit der kindlichen Herangehensweise an Formprozesse erschließen sich den Entscheidungsträgern neue Horizonte ihrer beruflichen Tätigkeit. Der Workshop endet mit einem Erfahrungsaustausch der Teilnehmer beim gemeinsamen Imbiss. Anmeldung erforderlich.
in Kooperation mit der Jugendkunstschule “balou”

kFP/02
Präsentations-Show
19.30-20.00 Uhr, 20.00-20.30 Uhr,
20.30-21.00 Uhr, 21.00-21.30 Uhr
Cheerleader animieren Ausstellungsbesucher, Propagandisten führen kFP/02 Merchandising-Artikel und ihre Anwendernutzung vor: Das Forschungsprojekt kFP/02 untersucht und erprobt die zeitgenössischen Möglichkeiten agressiven Marketings im Bereich von Kunstvermittlung.

kFP/02 Nacht-Bar
22:00-02:00 Uhr
Das Künstlerhaus Dortmund lädt an die NachtBar zum gepflegten hang-out
in inspirierendem Ambiente. An der Bar kann mit exquisiten Cocktails
gedopt werden. DJanes legen auf, was gefällt – electronics, ambient.

kFP/02
Plakataktion in der Dortmunder Innenstadt
ganztägig 3.9. – 23.9.2002
Die Standorte: 16240 Burgwall/REWE-Center, Parkgar. Ausf. Pförtner; 16237 Hansaplatz/Parkgar. Karstadt neb. Pförtner re; 16238 Hansaplatz/Parkgar. Karstadt Einf. Rampe; 16239 Hansastr.78/Parkgar. Stadtgarten/Ausf. neb. Aufsicht; 15712 Westenhellweg 72/Ausf. Kaufhof 4.Parkdeck; 37354 Westenhellweg 72/Parkhaus Kaufhof/Abf. li. Die Arbeiten auf Plakatflächen sind sowohl Teil der Ausstellung, die im Künstlerhaus Dortmund gezeigt wird, als auch eigenständige ortsspezifische Interventionen.
Mit freundlicher Unterstützung von Stroer – out of home media, Düsseldorf


Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1, 44147 Dortmund
Tel. ++49 231 82 03 04 | Fax ++49 231 82 68 47
http://www.kuenstlerhaus-dortmund.de
Bürozeiten Mo 9-14 Uhr, Di-Do 9-16 Uhr, Fr 9-13 Uhr
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Ausstellung + Projekt 5.9.-13.10.2002:
Eröffnung der Präsentation: 5.9.2002 20 Uhr
Sonderschau: 28.9.2002 19:30 – 02:00 Uhr

“kFP/02″ – gefördert von der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW und der Hoppe-Ritter-Kunstförderung, mit freundlicher Unterstützung von brand eins, Wirtschaftsmagazin in Kooperation mit der Universität Witten-Herdecke

Publikation: Die Akademie ist keine Akademie



›Die Akademie ist keine Akademie‹
Andreas Bär, Ruediger John (Hgg.),
u.a. mit Ute Meta Bauer, Jean-Baptiste Joly, Beat Wyss
[sic!] Verlag für kritische Ästhetik, Baden-Baden, 1999

Verlagstext:
Eine kritische Betrachtung der Rolle der Künstler, Akademien und Kunsthochschulen, ihrer Auswirkung auf Kunst und Kunstmarkt, aber auch ihrer Abhängigkeit in Staat und Gesellschaft

Eine Momentaufnahme der Entwicklung und des Selbstverständnisses der Akademien und deren Verantwortungsträger, des Zustandes der Kunstausbildung zu zeigen, zur Diskussion zu stellen und deren Funktion in Kunstsystem, Politik und Gesellschaft zu erörtern war Idee und Inhalt des Kolloquiums, dessen redaktionell bearbeitete Dokumentation, um Textbeiträge weiterer Autoren ergänzt, hier als Recherchequelle vorliegt. Personen, die sich auf verschiedene Weise in ihrer Tätigkeit in Kunst und Kultur mit Ausbildung, Akademien und Kunsthochschulen befassen, wurden eingeladen, in einem Kurzvortrag persönlich Stellung zu beziehen um in der Diskussion eine möglicherweise vorhandene Krise der Akademien und Auswege aus dieser zu erörtern.

Mit Beiträgen von:
Ute Meta Bauer, Stephan Dillemuth, Paul Uwe Dreyer, Jean-Baptiste Joly, Harry Walter, Beat Wyss, Holger Kube Ventura, Iris Dressler, Hans Dieter Christ, René Straub, Andreas Weber, Andreas Bär, Ruediger John

Rezensionen:
Die Akademie ist keine Akademie ist eine …. … Die Bedienung der CD ist erfreulich einfach, so dass die Lust sich mit dem Thema auseinanderzusetzen nicht durch aufwendiges Suchen verdorben wird. Die klare Gliederung der Menueleiste und der gesamten Grafik machen auch dem Dilettanten die Benutzung möglich und angenehm … In Nebensätzen oder unter der vorauseilenden Entschuldigung, dass nun etwas Anekdotisches folge, werden Negativerlebnisse der eigenen Hochschulerfahrungen preisgegeben. …Die Forderung das Genie durch den Dilettanten zu ersetzen greift in seiner eigenen Widersprüchlichkeit ebenso zu kurz wie der Wunsch nach noch weiter zurückliegenden Modellen. … gerade deswegen sind die Nebensätze wichtig. Die Möglichkeit auch diese Äusserungen zu hören, relativiert zuvor Gesagtes oder Geschriebenes … Das Kolloquium hat dies wieder einmal bewiesen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema lebt zu einem Teil von der Unauflösbarkeit des Problems… — Kunst&Kultur 9/99, Stefan Schulz

Haben Akademien Zukunft? … Keiner der Referenten wollte auf die Akademie verzichten, aber alle waren sich der paradoxen Situation bewußt, daß, so Joly, Lehrende und Lernende einer Institution angehören, an die sie nicht mehr glauben. Einigkeit herrschte auch darüber, daß die staatlichen Akademien über verfügen, diese aber zu wenig nutzen. Ute Meta Bauer plädierte für eine Lehre, die dem Studierenden hilft, , wie ihn die Avantgarden, allen voran das Bauhaus als zu instrumentalisieren. — Stuttgarter Zeitung, 19.11.98, Gabriele Hoffmann

Künstlerausbildung heute: ohne Leitbild? … Ohne Umschweife gesagt: Nur die drittgenannte Publikation thematisiert das Problemfeld in zeitgemäßer Weise und in kritischer Außenperspektive. Die beiden erstgenannten Publikationen sind zu eng dem mehr oder weniger nachsichtigen Selbstbild der fraglichen Institutionen verpflichtet: … Die CD-ROM von Andreas Bär und Rüdiger John gibt in Text, Bild und Klang Beiträge eines von den Herausgebern veranstalteten Symposiums zur Rolle der Akademien und Kunsthochschulen wieder. … die Bemühung der Beteiligten, zu einem vertieften kritischen Gespräch zu kommen. Bedenkenswerterweise wird die Frage nach den heutigen Kunstakademien an einigen Stellen zurückgelenkt auf den alten Begriff der Akademie, der in seiner utopischen Sprengkraft wieder entdeckt wird. … Im Umkreis solcher Fragen wird jedenfalls spürbar, dass die Frage nach der heute mehr ist als eine bloße Frage nach institutionellen Reformen: … — Kunst+Unterricht Heft 253, 2001, Hubert Sowa

Die Akademie ist keine Akademie