Publikation: Die Akademie ist keine Akademie



›Die Akademie ist keine Akademie‹
Andreas Bär, Ruediger John (Hgg.),
u.a. mit Ute Meta Bauer, Jean-Baptiste Joly, Beat Wyss
[sic!] Verlag für kritische Ästhetik, Baden-Baden, 1999

Verlagstext:
Eine kritische Betrachtung der Rolle der Künstler, Akademien und Kunsthochschulen, ihrer Auswirkung auf Kunst und Kunstmarkt, aber auch ihrer Abhängigkeit in Staat und Gesellschaft

Eine Momentaufnahme der Entwicklung und des Selbstverständnisses der Akademien und deren Verantwortungsträger, des Zustandes der Kunstausbildung zu zeigen, zur Diskussion zu stellen und deren Funktion in Kunstsystem, Politik und Gesellschaft zu erörtern war Idee und Inhalt des Kolloquiums, dessen redaktionell bearbeitete Dokumentation, um Textbeiträge weiterer Autoren ergänzt, hier als Recherchequelle vorliegt. Personen, die sich auf verschiedene Weise in ihrer Tätigkeit in Kunst und Kultur mit Ausbildung, Akademien und Kunsthochschulen befassen, wurden eingeladen, in einem Kurzvortrag persönlich Stellung zu beziehen um in der Diskussion eine möglicherweise vorhandene Krise der Akademien und Auswege aus dieser zu erörtern.

Mit Beiträgen von:
Ute Meta Bauer, Stephan Dillemuth, Paul Uwe Dreyer, Jean-Baptiste Joly, Harry Walter, Beat Wyss, Holger Kube Ventura, Iris Dressler, Hans Dieter Christ, René Straub, Andreas Weber, Andreas Bär, Ruediger John

Rezensionen:
Die Akademie ist keine Akademie ist eine …. … Die Bedienung der CD ist erfreulich einfach, so dass die Lust sich mit dem Thema auseinanderzusetzen nicht durch aufwendiges Suchen verdorben wird. Die klare Gliederung der Menueleiste und der gesamten Grafik machen auch dem Dilettanten die Benutzung möglich und angenehm … In Nebensätzen oder unter der vorauseilenden Entschuldigung, dass nun etwas Anekdotisches folge, werden Negativerlebnisse der eigenen Hochschulerfahrungen preisgegeben. …Die Forderung das Genie durch den Dilettanten zu ersetzen greift in seiner eigenen Widersprüchlichkeit ebenso zu kurz wie der Wunsch nach noch weiter zurückliegenden Modellen. … gerade deswegen sind die Nebensätze wichtig. Die Möglichkeit auch diese Äusserungen zu hören, relativiert zuvor Gesagtes oder Geschriebenes … Das Kolloquium hat dies wieder einmal bewiesen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema lebt zu einem Teil von der Unauflösbarkeit des Problems… — Kunst&Kultur 9/99, Stefan Schulz

Haben Akademien Zukunft? … Keiner der Referenten wollte auf die Akademie verzichten, aber alle waren sich der paradoxen Situation bewußt, daß, so Joly, Lehrende und Lernende einer Institution angehören, an die sie nicht mehr glauben. Einigkeit herrschte auch darüber, daß die staatlichen Akademien über verfügen, diese aber zu wenig nutzen. Ute Meta Bauer plädierte für eine Lehre, die dem Studierenden hilft, , wie ihn die Avantgarden, allen voran das Bauhaus als zu instrumentalisieren. — Stuttgarter Zeitung, 19.11.98, Gabriele Hoffmann

Künstlerausbildung heute: ohne Leitbild? … Ohne Umschweife gesagt: Nur die drittgenannte Publikation thematisiert das Problemfeld in zeitgemäßer Weise und in kritischer Außenperspektive. Die beiden erstgenannten Publikationen sind zu eng dem mehr oder weniger nachsichtigen Selbstbild der fraglichen Institutionen verpflichtet: … Die CD-ROM von Andreas Bär und Rüdiger John gibt in Text, Bild und Klang Beiträge eines von den Herausgebern veranstalteten Symposiums zur Rolle der Akademien und Kunsthochschulen wieder. … die Bemühung der Beteiligten, zu einem vertieften kritischen Gespräch zu kommen. Bedenkenswerterweise wird die Frage nach den heutigen Kunstakademien an einigen Stellen zurückgelenkt auf den alten Begriff der Akademie, der in seiner utopischen Sprengkraft wieder entdeckt wird. … Im Umkreis solcher Fragen wird jedenfalls spürbar, dass die Frage nach der heute mehr ist als eine bloße Frage nach institutionellen Reformen: … — Kunst+Unterricht Heft 253, 2001, Hubert Sowa

Die Akademie ist keine Akademie