Zeppelin Universität gibt eigenes Magazin „auf“ heraus



Zeppelin Universität gibt eigenes Magazin „auf“ heraus

Friedrichshafen. Die Zeppelin Universität (ZU) hat unter dem Titel „auf“ erstmals ein eigenes Magazin herausgegeben. „auf“ steht für Antworten und Fragen und berichtet über aktuelle Forschungsprojekte und -ergebnisse sowie die Entwicklung der jungen Universität. Das Heft ist ab sofort im örtlichen Buchhandel erhältlich.

„Die aufgeklärte und potentiell überinformierte Gesellschaft erhält immer mehr Antworten auf ungestellte Fragen. Aber diese Gesellschaft schafft auch Platz für Zwischenfragen, also Fragen, die einfach mal zwischen die immer gleichen Antworten geschoben werden“, schreibt ZU-Präsident Professor Dr. Stephan A. Jansen in seinem Editorial zur Erstausgabe. Der derzeitige Zeitgeist der Beschleunigung und Dramatisierung auf drängende Fragen unserer Zeit bringe keine Antworten, sondern Interessen zum Ausdruck. „Jede schnelle Antwort kann immer nur eine Zwischenantwort sein“, sagt Jansen, „jede Lösung ist der Ausgangspunkt für ein neues Problem, jede Antwort für eine neue Frage.“ Das Magazin wolle deshalb als „Medium für Zwischenfragen der ZU“ Debatten im wahrsten Sinne der Wortes „auf-machen“, neue Perspektiven auf alte Themen eröffnen und zum Nachdenken und Vormachen anregen. Zweimal im Jahr – jeweils zum Auftakt der ZU-Semester im September und im Januar – wird es einen thematischen Fokus geben.

Im nun vorliegenden Heft ist dies „Macht und Mitsprache“ – ein höchst aktuelles Thema, noch dazu in der Forschungsarbeit von ZU-Wissenschaftlern. Was tun, wenn durch die sogenannten Überhangmandate in Parlamenten Mehrheiten zur Minderheit zu werden drohen? Wenn in den neuen Bundesländern das durch die Stasi zerstörte Vertrauenskapital bis heute negative Folgen auf die wirtschaftliche Entwicklung hat? Wenn durch die fortschreitende Überalterung der Gesellschaft Konzert- und Opernhäusern der Niedergang droht? Wenn mangelndes Wirtschaftswissen zur Gefahr für die Verbraucher wird? Darauf geben ZU-Professoren ebenso Antworten wie auch zu anderen Fragen, etwa wie Deutschlands nächste Unternehmer-Generation denkt, warum neuerdings Geschäftsmodelle ohne Gewinnabsicht boomen, weshalb eine Öffnung von öffentlichen Daten-Beständen ein Beitrag zu mehr gelebter Demokratie in diesem Land werden könnte und schließlich was sogenannte Experten wirklich wissen.

Ergänzt wird das Heft durch einen Streifzug durch die institutionelle Entwicklung der Uni. Welche Zugänge renommierter Wissenschaftler gab es zuletzt an der ZU? Welche prominenten Gäste sprachen bei den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungsformaten? Welche studentische Gründungen und Projekte erregten Aufmerksamkeit und waren beispielhaft? Was motiviert Unternehmen, sich an der ZU zu engagieren – und wie erleben Wissenschaftler diese Kooperationen?

Künstlerisch konzipiert und begleitet wurde das Heft von dem Künstler Ruediger John in Zusammenarbeit mit der Agentur Schindler Parent Meersburg. Mit seinen ästhetischen Interventionen und kooperativen Konzeptentwicklungen stellt er einen erweiterten Zugang zu den Informationen her. Ruediger John ist dem artsprogram der ZU über künstlerische Beiträge, Veranstaltungen und die Entwicklung inzwischen zweier Publikationen seit 2007 eng verbunden.

Das ZU-Magazin „auf“ ist ab sofort in den Buchhandlungen Gessler, Ravensbuch und Fiederer erhältlich. Der Preis beträgt 6 Euro.

Bestellungen per Internet außerdem unter http://www.zeppelin-university.de/auf-zu/index.php

Kontakt

Zeppelin Universität
Hochschule zwischen
Wirtschaft, Kultur und Politik

Rainer Böhme
Leitung Universitätskommunikation
Am Seemooser Horn 20
D-88045 Friedrichshafen | Bodensee

http://zu.de/deutsch/aktuelles_presse/aktuelles/2011_10_19_11237123_meldung.php?navid=69