Series 1, Series 2, Series 3
regelbasierte experimentelle Fotografie
rule-based experimental photography

(aus der Publikation)

Ruediger John Interventionistische Kunst kritische Aesthetik Kuenstlerische Forschung Transferkunst Interventionsistic Art Critical Aesthetics Artistic Research Transfer Art
fig. 1 #168


Ruediger John Interventionistische Kunst kritische Aesthetik Kuenstlerische Forschung Transferkunst Interventionsistic Art Critical Aesthetics Artistic Research Transfer Art
fig. 1 #217


Ruediger John Interventionistische Kunst kritische Aesthetik Kuenstlerische Forschung Transferkunst Interventionsistic Art Critical Aesthetics Artistic Research Transfer Art
fig. 1 #234



»Entscheidend ist nicht welches Motiv abgebildet wird, sondern unter welchen Bedingungen man es wahrnimmt.« Mit dieser Fokussierung der Untersuchung der situativen Umstände der Ästhetik tritt der sonst prominente Anlaß der Bildentstehung, das initiale Interesse an der im Sucher der Kamera wahrgenommenen zweidimensionalen Komposition, zugunsten der Dokumentation der Abbildungsbedingungen (Umgebung, Beleuchtung, Veränderung) eines Motivs als auch der subjektiven Disposition des Betrachters, in den Hintergrund.

Auf der Basis eines definierten Sets von Regeln, anläßlich eines Symposions formuliert, entsteht seit 1996 ein wachsendes fotographisches Bildarchiv, das experimentell mit einfachen Mitteln u.a. die Einbettung der Motive in deren Environment, die Betrachterperspektive auf Motive und das selektionale Moment der Abbildung untersuchend darstellt, als auch das Authentizitätsparadigma in der Kunst durch kooperatives Arbeiten, als notwendige Abstraktion zur Validierung, relativiert.

Ein Aufnahmedoppel einer Serie ist hierin ein ›Exemplum‹, seinen singulären Kunstobjektcharakter negierend; die Idee einer regelbasierten Fotografie stellt die Übertragbarkeit auf mehrere Autoren sicher.

In der vergleichenden Darstellung der aus dem Alltag stammenden Motive, sowohl als jeweiliges Aufnahmedoppel, wie auch, die Bedeutung des einzelnen Bildes relativierend, in der Schau der Beispiele zu einer Serie, wird dem Betrachter ein beschreibendes Element zur Schlußfolgerung und eigenen Bedeutungsbildung angeboten. Ein Beispiel für sich dient also mehr der deduktiven Betrachtung, denn einem induktiven künstlerischen Schaffen und widerspricht insofern einer populären Form der Kunstrezeption.

Im Ergebnis läßt sich vergleichend sowohl differenziert der Untersuchungsschwerpunkt jeder Serie wahrnehmen, als auch unterschiedliche gestalterische Einflüsse deutlicher hervorheben.



Zitate und bibliographischer Verweis unter:
John, Ruediger: ›Series 1, Series 2, Series 3‹, Baden-Baden 1991/1996/2004

© Copyright Ruediger John 1991/1996/2004
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